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<title>Solon</title>
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<p><b>Solon</b> (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Altgriechische_Sprache" title="Altgriechische Sprache">altgriechisch</a></span> <span lang="grc-Grek" class="Grek" style="font-style:normal">Σόλων</span> <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261937631">
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</style><span class="Latn" lang="grc-Latn" style="font-weight:normal;font-style:italic">Sólōn</span> [<style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r227981795">
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</style><span class="navigation-not-searchable"><span class="IPA"><a href="Liste_der_IPA-Zeichen" title="Liste der IPA-Zeichen"><span title="Aussprache im Internationalen Phonetischen Alphabet (IPA)" lang="zxx">só.lɔːn</span></a></span></span>]; * wohl um 640 v. Chr. in <a href="Athen" title="Athen">Athen</a>; † vermutlich um 560 v. Chr.) war ein athenischer Staatsmann und Lyriker. Angesichts der ansonsten spärlichen und gerade mit Blick auf chronologische Fragen unsicheren Überlieferung<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> zu den Akteuren und Entwicklungen im <a href="Antikes_Griechenland#Griechenland_in_der_archaischen_Zeit" title="Antikes Griechenland">archaischen Griechenland</a> sind die erhaltenen Zeugnisse von Solons Wirken vergleichsweise reichhaltig.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Daraus ergibt sich der Eindruck, dass Solon als Gesellschaftsanalytiker, Politiker und Reformer in einer tiefgreifenden Krise der <a href="Geschichte_Athens" title="Geschichte Athens">attischen Polis</a>, aber auch als Dichter, Philosoph und Redner früh ein außergewöhnliches Ansehen gewann, das bis heute ausstrahlt.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der Antike wurde Solon unter die <a href="Sieben_Weise_von_Griechenland" title="Sieben Weise von Griechenland">sieben Weisen Griechenlands</a> gezählt. Die moderne Forschung beschäftigt vor allem sein politisches Denken und Handeln als Wegbereiter einer Entwicklung, die in Athens <a href="Antikes_Griechenland#Griechenland_in_klassischer_Zeit_(um_500–336/323_v._Chr.)" title="Antikes Griechenland">klassischer Zeit</a> zur <a href="Attische_Demokratie" title="Attische Demokratie">attischen Demokratie</a> führte. Herausragende Merkmale des von ihm vermittelten Politikverständnisses waren zum einen Verbot, Rückabwicklung und Ächtung der Schuldsklaverei in Athen, zweitens Mitverantwortung und Einsatz jedes einzelnen Bürgers für die gerechte Ordnung (Eunomie) im Polisverband sowie drittens die dauerhafte Bindung der Gesamtbürgerschaft an die Herrschaft eines schriftlich fixierten Gesetzeswerks.
</p><p>Statt seine herausgehobene Stellung als Neuordner und Gesetzgeber der Athener mit dem Streben nach Alleinherrschaft (<a href="Tyrannis" title="Tyrannis">Tyrannis</a>) zu verbinden, wie es seine Mitbürger wohl teils von ihm erwarteten, verließ Solon seine Heimatstadt nach Vollendung des Reformwerks für lange Zeit und ging auf Reisen. Die neue Ordnung war somit in die Eigenverantwortung der Bürger gelegt und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit auf deren Umgang damit angewiesen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Unklare_Überlieferung"><span id="Unklare_.C3.9Cberlieferung"></span>Unklare Überlieferung</h2></div>
<p>Manche Aspekte der Überlieferung zu Solon sind zweifelhaft, sind bis zur Unwahrscheinlichkeit unsicher und umstritten. Die Ungewissheiten betreffen sowohl Aspekte der Vita, der Reformtätigkeit und der Gesetzgebung Solons als auch die erhaltenen Fragmente seiner Dichtung, die erst in Zeugnissen späterer Jahrhunderte überliefert sind.
</p><p>Gleichwohl gehören auch die problematischen Überlieferungsbestandteile zu einer Gesamtdarstellung Solons; denn die Bedeutung einer solchen aus weit entfernter Vergangenheit nachwirkenden historischen Persönlichkeit beruht nicht allein auf dem, was sie war und tat, sondern auch auf dem, was ihr zugeschrieben wurde und wird. Bei Solon betrifft dies insbesondere Rolle und Anteil am Zustandekommen der <a href="Attische_Demokratie" title="Attische Demokratie">attischen Demokratie</a>. Beide Dimensionen – recht gut Gesichertes wie auch stark Bezweifeltes – werden nachstehend wiedergegeben, wo möglich in passender Zuordnung. Ein Aufriss der mit den Unklarheiten der Quellenlage verbundenen Deutungsspielräume gemäß neuerem Forschungsstand findet sich unten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weltoffener_Athener">Weltoffener Athener</h2></div>
<p>Solon soll als Sohn des Exekistides dem Geschlecht der Medontiden entstammen, das sich auf den mythischen letzten athenischen König <a href="Kodros" title="Kodros">Kodros</a> zurückführte.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch die Mutter Solons entstammte nach dem Zeugnis <a href="Plutarch" title="Plutarch">Plutarchs</a> einem aristokratischen Geschlecht und war die Cousine der Mutter des späteren Tyrannen <a href="Peisistratos" title="Peisistratos">Peisistratos</a>. Zu den besonders Reichen in der adligen Athener Führungsschicht soll Solon jedoch nicht gehört haben. Im Gegensatz zu vielen seiner Standesgenossen, die andere als landwirtschaftliche Einkünfte für unwürdig ansahen, scheint sich Solon auch in überregionalen Handelsgeschäften engagiert zu haben.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Schon gegen Ende des 7. Jahrhunderts v. Chr. sind athenische Töpferkunst und Vasenmalerei vereinzelt im <a href="Nildelta" title="Nildelta">Nildelta</a> und bei Massilia (<a href="Marseille" title="Marseille">Marseille</a>) nachweisbar. Möglicherweise begann zu dieser Zeit der Export athenischen Olivenöls.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Beredter_Militärstratege"><span id="Beredter_Milit.C3.A4rstratege"></span>Beredter Militärstratege</h3></div>
<p>An der <a href="Griechische_Kolonisation" title="Griechische Kolonisation">Griechischen Kolonisation</a> des Mittelmeerraums nicht beteiligt und im Handelsverkehr noch unbedeutend, etwa im Vergleich zu <a href="Korinth_(antike_Stadt)" title="Korinth (antike Stadt)">Korinth</a> und <a href="Megara" title="Megara">Megara</a>, besaß Athen bis zur Zeit Solons nur einen im Osten Attikas gelegenen, handelsstrategisch unbedeutenden Seehafen. Verbesserte Entwicklungsmöglichkeiten für den attischen Seehandel hingen davon ab, dass die Athen vorgelagerte Insel <a href="Salamis_(Insel)" title="Salamis (Insel)">Salamis</a>, die die Megarer in ihrem Besitz hatten, unter attische Kontrolle gelangte. Für diesen Plan intensiv werbend und die Mitbürger mit hohem eigenen Einsatz in diesem Ziel einend, spielte Solon bei der Eroberung von Salamis auch als Militärstratege eine Hauptrolle.
</p><p>Die diesbezüglichen Auseinandersetzungen der Athener mit den Megarern verliefen jedoch anscheinend wechselhaft und zogen sich in die Länge. Die Entscheidung zugunsten Athens fiel möglicherweise erst im zweiten Viertel des 6. Jahrhunderts v. Chr. unter wichtiger Mitwirkung von Solons entferntem Verwandten Peisistratos.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Jedenfalls erlangte Solon in diesem Zusammenhang Aufmerksamkeit, Ansehen und Einfluss unter seinen Mitbürgern.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Im_Bund_mit_dem_Orakel_von_Delphi">Im Bund mit dem Orakel von Delphi</h3></div>
<p>Zu Solons besonderer Stellung unter den Athenern soll auch sein Engagement bei der Verteidigung der berühmten antiken <a href="Orakel_von_Delphi" title="Orakel von Delphi">Orakelstätte in Delphi</a> beigetragen haben, für die er sich energisch einsetzte. Die delphischen Priester hatten um Hilfe gegen die Krisäer gebeten, die den Zugang zum Heiligtum vom Meer aus kontrollierten und den nach Delphi Anreisenden mit erzwungenen Abgaben hart zusetzten. Einige dem Orakel besonders nahestehende <a href="Polis" title="Polis">Poleis</a>, darunter auch das von Solon vertretene Athen, erklärten den Krisäern im Namen der <a href="Amphiktyonie#Amphiktyonien_im_antiken_Griechenland" title="Amphiktyonie">Delphischen Amphiktyonie</a> den <a href="Erster_Heiliger_Krieg" title="Erster Heiliger Krieg">Ersten „Heiligen Krieg“</a>, an dessen Ende die Zerstörung Krisas stand.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Über seine Verbindungen nach Delphi hatte Solon Anschluss an die außerathenischen geistigen Strömungen seiner Zeit. Im Zuge der griechischen Kolonisation war die Orakelstätte zu einem wichtigen Umschlagplatz für Gedanken und Informationen aus der gesamten griechischen Poliswelt geworden. Neben technischen und geographischen Fragen der Koloniegründung spielten dabei Probleme der politischen Organisation sowie sozial- und wirtschaftspolitische Maßnahmen eine wichtige Rolle. Krisenhafte Entwicklungen in diversen Poleis und mögliche Lösungen wurden in Delphi und von den in diesem Umkreis aktiven Denkern reflektiert. In Bezug auf Probleme der politischen Ordnung könnte Solon dabei eine besondere Rolle gespielt haben, womöglich die eines Vorreiters.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Vordenker_des_Politischen">Vordenker des Politischen</h2></div>
<p>Hinweise auf die politisch-programmatischen Kernvorstellungen Solons ergeben sich hauptsächlich aus den überlieferten Fragmenten seiner <a href="Elegie" title="Elegie">Elegien</a>.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie wurden öffentlich vorgetragen und sollten einerseits in der aktuellen Krisenlage der Polis die Zuhörer für die darin enthaltenen Grundsätze gewinnen, andererseits in dieser noch „mündlich“ geprägten Gesellschaft aber auch für deren Verbreitung und dauerhafte Verankerung als Dichtung sorgen.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In Solons Versen wurde erstmals das Bild eines durch Gesetze gerecht geordneten und von der Mitwirkung der Bürger getragenen Gemeinwesens entworfen. Die gemeinschaftsbildende Bezeichnung „unsere Polis“ ist zuerst bei ihm zu finden.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die von Solon angestrebte gute gesellschaftliche Ordnung, die Eunomie, zielte vermeintlich auf Wiederherstellung einer früheren sozialen Ordnung, die aus dem Lot gekommen war. Dennoch waren es etwa für den Historiker <a href="Christian_Meier" title="Christian Meier">Christian Meier</a> große Entdeckungen, die Solon in seinen Elegien vorgetragen hat: sowohl die vom Status quo stark abweichende gerechte Ordnung als auch die unmittelbare Eigenverantwortung der Bürger für Wohl und Wehe der Polis.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Krise_der_Polis_als_soziale_Gemeinschaft">Krise der Polis als soziale Gemeinschaft</h3></div>
<p>Anlass der Berufung Solons in die herausgehobene Funktion des Schlichters und Versöhners der athenischen Bürgerschaft mit weitgehenden Vollmachten für eine Neuordnung der Verhältnisse war eine tiefgreifende gesellschaftliche Spaltung, hervorgerufen durch zunehmende Existenznöte und Schuldsklaverei im verarmten Ackerbürgermilieu. Die Ursachen einer sich offenbar akut zuspitzenden Verschuldungskrise bei Teilen der Bürgerschaft werden in einem unter herrschenden adligen Großgrundbesitzerkreisen verbreiteten, rücksichtslosen Gewinnstreben auf Kosten der Kleinbauernschaft gesehen. Dabei war es dem Reichen möglich, einen bei ihm verschuldeten Mitbürger zu seinem Schuldsklaven zu machen – wenn der seine Schulden nicht begleichen konnte – und ihn sogar nach außerhalb Athens zu verkaufen. Die daraus resultierende verbreitete Furcht anderer Armutsgefährdeter, mit der Existenzgrundlage auch die persönliche Freiheit zu verlieren, löste unter anderem radikale Forderungen nach gleichem Landbesitz (Isomoria) für alle attischen Bürger aus. Das stellte aber die Grundfesten der gesamten bisherigen Sozialordnung in Frage, sodass Solons Berufung zum Schlichter auch von nicht wenigen Vermögenden in der traditionellen Führungsschicht unterstützt wurde.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Solon selbst propagierte als Entstehungsgründe für die Krise seiner Vaterstadt die Unersättlichkeit und Habsucht führender Kreise, die die überkommene Ordnung missachteten und teils räuberisch an sich rissen, was doch allen gehörte. Er geißelte die Knechtung und den Verkauf von Bürgern in die Fremde und erklärte, dass kein einziger Bürger den unheilvollen Folgen der inneren Zerstrittenheit der Polis entkommen könne, da jeder noch im eigenen Haus und Besitztum von ihnen eingeholt werde.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gerechte_Ordnung_und_Gestaltung_der_Polis:_Eunomie">Gerechte Ordnung und Gestaltung der Polis: Eunomie</h3></div>
<p>Die eindringliche, bildreiche Sprache der überlieferten Fragmente von Solons Elegien lässt erkennen, dass es ihm darin nicht vornehmlich um nüchterne Zustandsbeschreibung oder gar detaillierte Analyse geht, sondern gewiss auch darum, die Adressaten seiner Botschaft zu packen und mitzureißen.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Während er einerseits die Mitbürger zu Vernunft, Mäßigung und Selbstbeherrschung anhält, steckt in seiner Dichtung andererseits die Erkenntnis, dass es auf dem Weg zu einer neuen Bürgermoral nicht genügt, den Verstand anzusprechen, sondern dass eine solche Umorientierung auch in anderen Bezirken der menschlichen Psyche verankert werden müsse.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der Forschung umstritten und ungeklärt ist, inwieweit Solon selbst göttliche Kräfte in der Polis mitwirken sieht; klar jedoch ist, dass er menschliches Fehlverhalten als Ursache der Krise in bis dahin ungekannter Deutlichkeit hervorhebt und zugleich auf die <a href="Zeus" title="Zeus">Zeus</a>-Tochter <a href="Dike_(Mythologie)" title="Dike (Mythologie)">Dike</a> als Verkörperung des Rechts und Strafgerichts verweist. Auch <a href="Eunomia_(Mythologie)" title="Eunomia (Mythologie)">Eunomia</a> hat als Schwester der Dike Attribute von Heiligkeit, die Solon für seinen Erneuerungsansatz gebrauchen konnte. In schärfstmöglichem Gegensatz zur Dysnomie – der eingetretenen groben Fehlentwicklung mit sozialen Verwerfungen – preist Solon die Eunomie als wirksames Heilmittel für die Polis in ihrer Not: „Rauhes glättet sie, macht der Gier ein Ende, Freveltat schwächt sie, […] sie endet die Werke der Zwietracht, endet schmerzlichen Streites Bitterkeit, und es ist durch sie alles unter den Menschen passend und vernünftig.“<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Als göttliches Symbol für ein wohlgeordnetes Gemeinwesen wird Eunomie bei Solon zu einem „Inbegriff der Ordnung, die von allen Bürgern in gemeinsamer Anstrengung angestrebt werden soll.“<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Über Einzelheiten der Beschaffenheit dieser von allen mitzugestaltenden und allen zugute kommenden Ordnung des Gemeinwesens äußert sich Solon in den erhaltenen Elegien nicht. Doch lässt er keinen Zweifel daran, dass er sich berufen und imstande sieht, seinen Mitbürgern den Weg zu einer solchen Ordnung zu weisen: „Das zu lehren die Athener heißt mich drängende Regung […]“<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Staats-_und_Gemeinwesen_in_jedermanns_Verantwortung">Staats- und Gemeinwesen in jedermanns Verantwortung</h3></div>
<p>Eunomie im Sinne Solons lässt sich für <a href="Michael_Stahl_(Althistoriker)" title="Michael Stahl (Althistoriker)">Michael Stahl</a> nicht als Zustandsbeschreibung begreifen, sondern als Verkörperung eines durch die Tätigkeit der Bürger gespeisten Prozesses mit dem Ziel, die Verhältnisse im eigenen Gemeinwesen in Ordnung zu bringen und bestmöglich zu entwickeln.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die gesamte Athener Bürgerschaft, so <a href="Karl-Wilhelm_Welwei" title="Karl-Wilhelm Welwei">Karl-Wilhelm Welwei</a>, ist von Solon aufgerufen, den Zusammenhang zwischen der maßlosen Raffgier der Mächtigen und dem dadurch bedingten Elend der Armen zu erkennen. Indem die Bürger sich mit der Polis identifizieren, indem jeder einzelne rechtlich handelt, wird die Polisordnung von allen gemeinsam getragen und die gerechte Ordnung im öffentlichen Leben wiederhergestellt.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Zur allgemeinen Stärkung von Mitverantwortung und Partizipation aller Bürger im Polisverband traf Solon in seinem Reformwerk einige Vorkehrungen. Im Bereich der politischen Institutionen schuf er als Gegengewicht zur reinen Adelsvertretung im <a href="Areopag" title="Areopag">Areopag</a> einen <a href="Rat_der_Vierhundert#Solonischer_Rat" title="Rat der Vierhundert">Rat der 400</a> mit eigenen Kompetenzen. Die von ihm eingesetzten <a href="Heliaia" title="Heliaia">Volksgerichte</a> brachten ebenfalls neue Beteiligungsmöglichkeiten und Mitverantwortlichkeiten für breitere Bürgerschichten in einem besonders wichtigen Feld öffentlicher Ordnung. Mit der Einführung der <i><a href="Popularklage" title="Popularklage">Popularklage</a></i> war jeder Bürger Athens berechtigt und angehalten, Verstöße gegen die Polisordnung zumal von Amtsträgern zur Anklage zu bringen. Den Einsatz aller Bürger für wichtige Belange des Gemeinwesens erheischte auch das <i>Stasisgesetz</i>, das bei Aufruhr der Bürgerschaft jeden verpflichtete, für eine der Konfliktseiten Partei zu ergreifen. Der solonische Ursprung dieses Gesetzes wird in der neueren Forschung allerdings vorwiegend bezweifelt bzw. abgelehnt.
</p><p>Auch ohnedies ergibt sich aus Programm und Inhalt von Solons Wirken aber die Erkenntnis, dass durch ihn eine mit allgemeiner Bürgerverantwortung und politischer Teilhabe verbundene politische Ordnung grundgelegt wurde. Bereits für Solons Poliskonzept passt, was der Historiker <a href="Thukydides" title="Thukydides">Thukydides</a> später seinen Zeitgenossen <a href="Perikles" title="Perikles">Perikles</a> über Athen sagen lässt: „Bei uns nämlich heißt einer, der dem (Politischen) gänzlich fern steht, nicht ‚ungeschäftig’, sondern ‚unnütz’…“<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Reformer_in_der_Staatskrise">Reformer in der Staatskrise</h2></div>
<p>Die Frage, wann Solon in Athen zum Konfliktvermittler (<a href="Aisymnet" title="Aisymnet">Aisymnet</a>) berufen wurde und sein Reformwerk vollbrachte, wurde in der Forschung üblicherweise mit seiner Wahl zum <a href="Archon_(Athen)" title="Archon (Athen)">Archon</a> in Verbindung gebracht und auf 594/3 v. Chr. datiert. Allein diese Position im höchsten Staatsamt habe ihm als Machtbasis für derart tiefgreifende Neuordnungsmaßnahmen dienen können. Allerdings waren mit dieser Grundannahme nach Maßgabe der Quellen diverse Ungereimtheiten für die Chronologie der solonischen Vita und für die Glaubwürdigkeit bestimmter Überlieferungsaspekte verbunden.
</p><p><a href="Mortimer_Chambers" title="Mortimer Chambers">Mortimer Chambers</a> führt eine Reihe von Gründen an, die dafür sprechen, Solons Reformwerk deutlich später zu datieren, darunter anarchische Zustände in Athen 590 und 586 sowie das „lange Archontat“ des <a href="Damasias_(Archon)" title="Damasias (Archon)">Damasias</a> 582–580 v. Chr. Er sieht darin mögliche Indizien einer Krise, die einer außerordentlichen Gesetzgebung vorangegangen sein könnten. Die antiken Historiker des fünften Jahrhunderts v. Chr., so Chambers, hätten ihrerseits zwecks Datierung der solonischen Reformen womöglich mangels genauerer Kenntnis einfach Solons Archontat als Fixpunkt genommen. Doch habe zum Beispiel auch Kleisthenes seine Reform lange nach dem eigenen Archontat auf den Weg gebracht. Chambers schlägt für die solonischen Reformen unter Heranziehung weiterer Gesichtspunkte den Zeitraum zwischen 575 und 570 v. Chr. vor.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Unterstützt wird er darin zum Beispiel von <a href="Charlotte_Schubert" title="Charlotte Schubert">Charlotte Schubert</a>: „Die Alternative wäre, sehr viel aus den erhaltenen Beschreibungen zu seinem Leben, insbesondere seine Reisen und seine Kontakte zu anderen historischen Personen, als anachronistisch oder sogar für fiktiv zu erklären. Damit verlöre man jedoch einen ganz wesentlichen Teil der antiken Tradition.“<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Solons Langzeitwirkung und Nachruhm betreffend, waren die Maßnahmen zur Restabilisierung des Polisverbands und zu institutionalisierter politischer Partizipation zweifellos ausschlaggebend. Sein Reformansatz erstreckte sich aber darüber hinaus auf wichtige Bereiche in Wirtschaft, Gesellschaft und Recht, die zu einer grundlegenden Neuordnung des Gemeinwesens unterstützend beitragen sollten. Dazu gehörten unter anderem Impulse für den Athener Außenhandel, eine sogenannte Münzreform, die Einführung von Obergrenzen für die Anhäufung von Landbesitz in den Händen einzelner sowie Bestimmungen zum Bürgerrecht. Für <a href="Josiah_Ober" title="Josiah Ober">Josiah Ober</a> ergab das Gesamtpaket der solonischen Reformen „einen regelrechten Neustart“ der athenischen Gesellschaft. Es habe Athen auf einen Weg gebracht, der schließlich zu Demokratie und Wohlstand führte.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Beseitigung_der_Schuldsklaverei">Beseitigung der Schuldsklaverei</h3></div>
<p>Auslösendes Moment für die Berufung Solons in die Schlichterrolle – und Grundstein seines Reformwerks auch nach eigenem Bekunden – war die für die Polisbürgerschaft insgesamt bedrohliche Züge annehmende Verschuldungskrise von Kleinbauern. Solons Lösungsansatz bestand in einer glatten Streichung sämtlicher Schulden der Hektemorier<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, die ein Sechstel ihrer Ernte als Schuldentilgung an den Gläubiger abzuführen hatten, und in der Entfernung aller diesbezüglichen Markierungssteine (Horoi) von den Grundstücken der Betroffenen. Zu dieser „Lastenabschüttelung“ (Seisachtheia) gehörte aber auch die Rückerstattung früheren Landbesitzes an mit ihrem Leib haftende Athener Schuldsklaven, und zwar auch an solche, die bereits nach außerhalb Attikas verkauft worden waren und nun ausgelöst wurden.
</p><p>Indem Solon per Gesetz den Zugriff auf die Person eines zahlungsunfähigen Schuldners für die Zukunft verbot, beseitigte er in Athen auf Dauer die Institution der Schuldknechtschaft. Den Verlust der persönlichen Freiheit aus Armutsgründen hatte nun kein Bürger Attikas mehr zu gewärtigen. Den Forderungen nach einer Bodenreform mit gleichen Landbesitzanteilen für alle widersetzte er sich jedoch entschieden.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Zu den überlieferten Fragmenten der solonischen Dichtung gehören auch solche, in denen er seine Maßnahmen rechtfertigt. Dabei stellt er heraus, dass er beiden Seiten gerecht geworden sei. Dem Volk habe er gegeben, was ihm zustehe; doch auch die Wohlhabenden und Mächtigen hätten durch ihn nichts Ungebührliches erlitten: „Ich stellte mich hin und warf einen starken Schild ihnen beiden um, und siegen ließ ich keinen von beiden ohne das Recht.“<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Welwei sieht in Solons Seisachtheia eine der folgenreichsten und wichtigsten Maßnahmen in der Geschichte Athens. Sie habe mit dem Ziel der Sicherung des inneren Friedens nicht nur eine akute Krise entschärft, sondern die Sozialstruktur der athenischen Bürgerschaft auch langfristig stabilisiert.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Solons_Gesetzgebung_–_Bürgeridentität_durch_Rechtsgemeinschaft"><span id="Solons_Gesetzgebung_.E2.80.93_B.C3.BCrgeridentit.C3.A4t_durch_Rechtsgemeinschaft"></span>Solons Gesetzgebung – Bürgeridentität durch Rechtsgemeinschaft</h3></div>
<p>Das maßgebliche Mittel Solons, um seinen ausgreifenden gesellschaftspolitischen Reformansatz zur Geltung zu bringen und auf eine dauerhafte Grundlage zu stellen, war die schriftliche Fixierung der Neuregelungen in Gesetzesform. In einem noch weitgehend durch mündliche Kommunikation geprägten Polisalltag versprach der Schriftgebrauch erhöhte Wirkungskraft. Das Normengefüge der Gemeinschaft wurde nunmehr unabhängig von Situation und Anwendern zu einer zentralen staatlichen Institution.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die schriftliche Sicherung des Gesetzeswerks wurde auf Holztafeln (Axones) vorgenommen, die ein Ensemble mit vier im rechten Winkel miteinander verbundenen beschrifteten Außenseiten bildeten und in der Art heutiger Postkartenständer drehbar an Pflöcken befestigt waren.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Geltungsdauer der Gesetze war ursprünglich auf 100 Jahre angelegt; die meisten von ihnen blieben aber noch bis zum Ende des 5. Jahrhunderts in Kraft. Und selbst nach ihrer Ersetzung wurden sie noch bis mindestens zum Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr. im Athener <a href="Prytaneion" title="Prytaneion">Prytaneion</a> aufbewahrt.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auf dem ersten solonischen Axon stand ein wohl als flankierende Maßnahme zur Seisachtheia anzusehendes Ausfuhrverbot für Nahrungsmittel mit Ausnahme des Olivenöls. Vielleicht sollte damit die ausreichende Versorgung der ärmeren Bevölkerung in der kritischen Übergangsphase nach ihrer Befreiung aus wirtschaftlicher und persönlicher Abhängigkeit gesichert werden. In diesen Kontext gehört für Welwei auch die Einschränkung des athenischen Bürgerrechts für Zuwanderer. Denn nur Bürger waren zum Grunderwerb berechtigt; indem Solon das vorhandene Land weitgehend für „Altbürger“ reservierte, mochten aus seiner Sicht die Chancen für eine funktionierende Polisgemeinschaft und für ein stabiles Gemeinwesen steigen.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Solidarität der Gemeinschaft stand laut Welwei im Zentrum der solonischen Rechtsordnung. Denn die Lebensverhältnisse in der archaischen Polis bedingten vielfältige wechselseitige Hilfeleistungen. Die von Solon eingeführte <a href="Popularklage" title="Popularklage">Popularklage</a> eröffnete diesbezüglich eine zusätzliche Dimension, indem es nun auch rechtlich möglich wurde, einem Mitbürger, dem von anderer Seite Unrecht geschah, durch eine Klage Beistand zu leisten. Nicht nur Diebstahl und Raub, sondern auch der Schutz Schwacher und Unmündiger bei Veruntreuung seitens ihrer Rechtsvertreter oder bei Vermögensverschwendung etwa durch Müßiggang konnten Gegenstand der Popularklage sein.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die weit ausladende solonische Gesetzgebung, auf die alle Athener den Eid zu leisten hatten, wie <a href="Herodot" title="Herodot">Herodot</a> bezeugt,<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> schuf die Voraussetzungen für einen Bewusstseinswandel. Die geheiligten Gestalten von Dike und Eunomia blieben als moralische Bezugsgrößen der Rechtsordnung zwar erhalten; ausschlaggebend für die Unterscheidung von Recht und Unrecht war aber nun nicht mehr die individuelle Abwägung, sondern die in Gesetzen schriftlich vorliegende Rechtsordnung und die durch sie gefestigte Rechtsgemeinschaft.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Einkommensabhängige_politische_Teilhabe_–_die_solonische_Timokratie"><span id="Einkommensabh.C3.A4ngige_politische_Teilhabe_.E2.80.93_die_solonische_Timokratie"></span>Einkommensabhängige politische Teilhabe – die solonische Timokratie</h3></div>
<p>Die Polisgemeinschaft auf neuer Grundlage wieder zusammenzuführen, war Solons vorrangiges Ziel. Um Gleichstellung der Bürger ging es ihm aber weder bei Landbesitz- und Vermögensverteilung noch bei den politischen Macht- und Einflussmöglichkeiten. Vielmehr achtete er bei der Ausgestaltung des Institutionengefüges darauf, dass zwar einerseits alle Bürger zu nachhaltiger Beteiligung angeregt wurden, dass ihre <a href="Partizipation" title="Partizipation">Partizipationsrechte</a> aber mit der sozialen Stellung und dem Einkommen übereinstimmten.
</p><p>Nach teils umstrittener antiker Überlieferung gehörte es zu den Vorgaben Solons, dass jeder Athener die Höhe seines jährlichen Einkommens anzugeben verpflichtet war.<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Als Bemessungsgrundlage dienten Trockenmaße bzw. Hohlmaße, so eine bestimmte Scheffelgröße (<a href="Medimno" title="Medimno">Medimnos</a>, ca. 52,8 Liter) für Getreide und bestimmte Gefäßgrößen für Olivenöl und Wein. Bei der Klassenzuordnung der Bürger nach dem Prinzip der <a href="Timokratie" title="Timokratie">Timokratie</a> könnten jedoch eher grobe Richtwerte gegolten haben, denn für die Stellung im Polisverband war schon vor Solon insbesondere die Fähigkeit zu militärischer Selbstausrüstung als <a href="Hoplit" title="Hoplit">Hoplit</a> oder Reiter bedeutsam. Während die einkommensarmen Bürger, die sich keine Hoplitenrüstung leisten konnten, zur Klasse der <a href="Theten" title="Theten">Theten</a> zählten, bildeten die in der <a href="Phalanx" title="Phalanx">Phalanx</a> kämpfenden Hopliten die Klasse der <a href="Zeugiten" title="Zeugiten">Zeugiten</a> (ab ca. 200 Scheffel Jahreseinkommen). Wer ein Pferd zu halten und für den Kampf zu rüsten in der Lage war, gehörte in die Klasse der <a href="Hippeis" title="Hippeis">Hippeis</a> (ab ca. 300 Scheffel). Wem ein noch höheres Einkommen zur Verfügung stand, der genoss die speziellen Vorrechte der eigens so bezeichneten Fünfhundertscheffler (<a href="Pentakosiomedimnoi" title="Pentakosiomedimnoi">Pentakosiomedimnoi</a>).<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Mit der timokratischen Klassifizierung verbunden waren abgestufte politische Rechte der Mitwirkung und der Machtausübung in Ämtern. So konnten nur Fünfhundertscheffler Schatzmeister (Tamiai) werden (denn an ihrem Vermögen konnte sich die Polis im Ernstfall schadlos halten); und auch andere wichtige Ämter wie das Archontat blieben den beiden oberen Vermögensklassen vorbehalten.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sollte Solon als neue Institution und Gegengewicht gegen den früheren Archonten vorbehaltenen Areopag einen Rat der 400 geschaffen haben, so dürfte auch dieser auf Erweiterung der Partizipationsmöglichkeiten im Rahmen des solonischen Klassenschemas gezielt haben. Weder Zuständigkeiten eines solchen Rates der 400 noch die Zugangsberechtigten zu ihm sind jedoch auf plausible Weise überliefert. Die aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. stammende Darstellung in der <a href="Athenaion_politeia" title="Athenaion politeia">Athenaion politeia</a> hat in der Forschung vielerlei Fragen und Zweifel aufgeworfen.<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Institutionalisierte politische Mitbestimmung für die beiden unteren Vermögensklassen gab es wohl vor allem in der Volksversammlung (<a href="Ekklesia_(Antike)" title="Ekklesia (Antike)">Ekklesia</a>) und in den mit ihr eng verbundenen Volksgerichten (<a href="Heliaia" title="Heliaia">Heliaia</a>). Hier waren alle Vollbürger als Stimmberechtigte zugelassen und urteilten entweder erstinstanzlich oder als Berufungsinstanz gegen Entscheidungen von Amtsinhabern.
</p><p>Philipp V. Stanley kommt am Ende seiner Untersuchung wirtschaftlicher Aspekte der solonischen Reformen zu dem Ergebnis, dass die Polisgemeinschaft dadurch einen Wohlstandszuwachs und eine Ressourcenmobilisierung auch außerhalb des Agrarsektors erfahren hat. Nicht auf den angehäuften Reichtum sei es nun in erster Linie angekommen, sondern auf ertragreiche, das Einkommen erhöhende wirtschaftliche Betätigung aller Art. Die politische Stellung der Bürger sei fortan nicht mehr so sehr vom vorhandenen Besitz bestimmt gewesen, sondern vom jährlichen Erwerbseinkommen, das über Auf- und Abstieg innerhalb der solonischen Timokratie entschied.<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das von Herodot als noch zu seiner Zeit gültig bezeugte Gesetz gegen Untätigkeit und Müßiggang<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> unterstreicht Solons Bestreben, die Athener Bürgerschaft vielfältig zu aktivieren.<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weiser_im_alten_Griechenland">Weiser im alten Griechenland</h2></div>
<p>Als Reformer und Gesetzgeber gelang es Solon mit einer politischen Neuordnung, den drohenden Bürgerkrieg in Athen abzuwenden.<sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Großer Dank war ihm dafür anscheinend vorerst nicht beschieden; denn er bilanzierte die ihm entgegengebrachten Reaktionen wie folgt:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Hohles dachten sie sich damals, jetzt jedoch über mich erbittert / schauen sie mich alle schief an, wie man einen Feind anschaut. / Nicht zu Recht! Denn was ich gesagt, habe ich mit den Göttern vollendet, / weiteres aber tat ich nicht – es wäre aussichtslos gewesen – und es gefällt mir nicht mit der Alleinherrschaft / Machtgewalt etwas zu tun, auch nicht daß am fetten Lande, / dem Vaterland, mit den Schlechten die Edlen gleichen Anteil haben.“<sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Solons Interesse und Wirkungskreis erstreckte sich aber nicht nur auf die eigene Polis. Nicht lange nach Vollendung des Reformwerks entwickelte er den Quellen zufolge eine auf zehn Jahre angelegte, ausgedehnte Reisetätigkeit und begegnete dabei anderen namhaften Zeitgenossen. Im vierten Jahrhundert v. Chr. festigte sich unter den Griechen die Vorstellung von einem Kreis der <a href="Sieben_Weise_von_Griechenland" title="Sieben Weise von Griechenland">Sieben Weisen</a> aus früherer Zeit, in dem Solon einen festen Platz hatte und bei <a href="Platon" title="Platon">Platon</a> sogar als „Weisester der Sieben“ erschien.<sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gesetzesherrschaft_statt_Tyrannis">Gesetzesherrschaft statt Tyrannis</h3></div>
<p>Wichtige Anteile an der Solon zugesprochenen Weisheit ergeben sich aus seinem politischen Denken und Handeln. Sein Leitwert Eunomie zielte auf die Eigen- und Mitverantwortung aller Bürger für Wohlergehen der Polisgemeinschaft. Eine Alleinherrschaft in Form der <a href="Tyrannis" title="Tyrannis">Tyrannis</a>, die Macht und Verantwortung bei einem Einzelnen konzentrierte, lehnte er nicht nur mit Blick auf andere, sondern auch für sich selbst ab. Dabei hätte er die Gelegenheit nur beim Schopfe packen müssen, wie er nicht ohne Ironie bemerkte:<sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
„Von Natur ist Solon kein verständiger und ratschlußstarker Mann; / denn obgleich ein Gott Herrliches anbot, nahm <i>er</i> es nicht an; / Er warf’s aus und zog – die Beute bestaunend – das große/ Netz nicht zu, um Mut und gleich auch um den Verstand gebracht.“<br>Von der Außen- zur Eigenperspektive wechselnd, erläutert Solon seine Abwägung: Zwar hätte ihm Alleinherrschaft unermesslichen Reichtum verschaffen können; dann aber hätte er sich und mit sich auch seine Ahnen und Nachfahren der Ächtung durch die Athener ausgesetzt.<sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nicht schicksalhafte Notwendigkeit oder göttliche Kräfte bereiten nach Solon den Boden für Knechtschaft und Tyrannengewalt, sondern Naivität, verzerrte Wirklichkeitswahrnehmung und die leichte Verführbarkeit von Bürgern, die nur auf den persönlichen Vorteil bedacht sind:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Wenn ihr fortwährend Jammervolles leidet durch eure eigene Schlechtheit, / so schiebt nicht den Göttern dieser Dinge Schickung zu! / Denn selbst habt ihr diese Leute ermächtigt, Schutzwehr gebend, / und deshalb bekamt ihr schlimme Knechtschaft. / Von euch schreitet zwar ein jeder für sich in des Fuchses Spuren, / doch euch allen zusammen wohnt inne löchrige Einsicht. / Denn auf den Zungenschlag seht ihr und auf die Worte eines schmeichelnden Mannes, / auf das aber, was da wirklich geschieht, darauf blickt ihr mitnichten.“<sup id="cite_ref-50" class="reference"><a href="#cite_note-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Außer Raffgier und Selbstsucht kritisiert Solon an seinen Mitbürgern auch die Kurzsichtigkeit ihres Tuns und Lassens. Demgegenüber unterstreicht er in einem der von seiner Dichtung überlieferten Fragmente deutlich den gegenteiligen Ansatz, nämlich sich bekannte Gefahren vor Augen zu führen und ihnen durch entsprechendes Handeln wirksam vorzubeugen:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Aus der Wolke kommt des Schnees Gewalt und des Hagels, / Donner wird aus dem flammenden Blitz; / durch mächtige Männer geht die Stadt zugrunde, und in des Alleinherrschers / Knechtschaft stürzt ja das Volk durch Unkenntnis. / Wen man allzu weit emporhebt, den kann man nicht leicht bändigen / später, sondern jetzt muß man alles <klug> (?) bedenken.“<sup id="cite_ref-51" class="reference"><a href="#cite_note-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Auch das eigene Interesse reflektierte und kalkulierte Solon in der Langzeitperspektive:<sup id="cite_ref-52" class="reference"><a href="#cite_note-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Wenn ich das Land geschont, / das Vaterland, und Alleinherrschaft und Machtgewalt, die unerbittliche, / nicht angerührt und so meinen Namen nicht besudelt noch geschändet habe, / schäme ich mich keineswegs. Denn so werde ich eher – glaube ich – den Sieg davontragen / über alle Menschen.“<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Auf_Reisen">Auf Reisen</h3></div>
<p>Zum Bild des Weisen gehörte in der antiken Tradition das Reisen.<sup id="cite_ref-54" class="reference"><a href="#cite_note-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Als Reisender erscheint Solon bei Herodot und Plutarch vor allem im Anschluss an sein Reformwerk, das die Athener nun ohne ihn als Bürgergemeinschaft anwenden und mit Leben erfüllen sollten. Seine Reiseaktivitäten führten ihn unter anderem nach Ägypten, wo er aber vielleicht nicht zum ersten Mal weilte, wie Herodot nahelegt. Er weist auf ein Gesetz des Pharaos <a href="Amasis_(Pharao)" title="Amasis (Pharao)">Amasis</a> hin, das Solon übernommen haben soll: „Amasis gab den Ägyptern auch folgendes Gesetz: Jeder Ägypter muß jedes Jahr dem Verwalter des Gaues angeben, wovon er lebt, und wer das nicht tut und keine rechtmäßigen Einkünfte nachweist, wird mit dem Tod bestraft. Solon aus Athen hat dieses Gesetz von den Ägyptern übernommen und in Athen eingeführt.“<sup id="cite_ref-55" class="reference"><a href="#cite_note-55"><span class="cite-bracket">[</span>55<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Laut Plutarch traf Solon nach einem Besuch bei Amasis mit zwei besonders angesehenen Priestern bei <a href="Kanopus_(%C3%84gypten)" title="Kanopus (Ägypten)">Kanopus</a> im Bereich der westlichen Nilmündung zusammen und lernte dort im philosophischen Umgang mit ihnen den Mythos von <a href="Atlantis" title="Atlantis">Atlantis</a> kennen. An dessen Verbreitung beteiligte er sich dann mit einer <a href="Elegie" title="Elegie">Elegie</a> selbst, wie Platon festhielt.<sup id="cite_ref-56" class="reference"><a href="#cite_note-56"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Als bedeutsam geschildert wird auch Solons Aufenthalt auf <a href="Zypern" title="Zypern">Zypern</a>, wo er König Philokypros bei einer Stadtanlage beriet, die sich sodann als besonders attraktiv erwiesen haben soll. Nach Solon benannte sie der dankbare König <i><a href="Soloi_(Zypern)" title="Soloi (Zypern)">Soloi</a></i>. Der so Geehrte revanchierte sich in einer Elegie mit Glückwünschen: „Mögst du mit deinem Geschlecht, lang über die Solier herrschend, wohnen in dieser Stadt, welche die eurige ist. Doch mich geleite auf eilendem Schiff vom ruhmreichen Eiland ungefährdet hinweg Kypris, mit Veilchen bekränzt. Möge sie Dank für die Gründung der Stadt und Ruhm mir bescheren, Heimkehr auch in das Land, welches das unsere ist.“<sup id="cite_ref-57" class="reference"><a href="#cite_note-57"><span class="cite-bracket">[</span>57<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Lehrmeister_des_Krösus?"><span id="Lehrmeister_des_Kr.C3.B6sus.3F"></span>Lehrmeister des Krösus?</h3></div>
<p>In den Quellen besonders eingehend dargestellt wird Solons Erscheinung als Weiser in der Begegnung mit dem lydischen König <a href="Kr%C3%B6sus" title="Krösus">Kroisos</a> in <a href="Sardes" title="Sardes">Sardes</a>. Ob dieses Ereignis überhaupt stattgefunden hat, war aber bereits in der Antike recht zweifelhaft. Plutarch erklärt sein Festhalten daran und die ausgiebige eigene Schilderung dieses Zusammentreffens mit seiner Weigerung, „eine so berühmte, von so vielen Zeugen berichtete Geschichte, die, was noch wichtiger ist, dem Charakter Solons entspricht und seiner hohen Gesinnung und Weisheit würdig ist, preiszugeben einigen sogenannten chronologischen Tabellen zuliebe, an denen unzählige herumbessern und doch bis heute zu keiner allgemeinen Lösung der Widersprüche gelangen können“.<sup id="cite_ref-58" class="reference"><a href="#cite_note-58"><span class="cite-bracket">[</span>58<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Abgleich von Solons Reisedaten und Lebensstationen mit der Regierungszeit des Krösus lässt laut Chambers aber auch aus heutiger Sicht für eine Zusammenkunft nur wenig Raum: „chronologisch schwierig, doch nicht ganz unmöglich“.<sup id="cite_ref-59" class="reference"><a href="#cite_note-59"><span class="cite-bracket">[</span>59<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Den Schilderungen Herodots und Plutarchs nach wurde Solon in Sardes gastlich aufgenommen und mit dem Glanz des Hoflebens und der Fülle der Palastschätze gründlich vertraut gemacht. Nach vier Tagen habe Krösus die Frage gestellt, wen er, Solon, der schon so weit herumgekommen sei und dem der Ruf besonderer Weisheit vorauseile, für den Glücklichseligsten unter den Menschen halte. Zur Enttäuschung seines Gastgebers nannte Solon an erster Stelle den Athener Tellos und auf weiteres Befragen an zweiter Stelle das argivische Brüderpaar <a href="Kleobis_und_Biton" title="Kleobis und Biton">Kleobis und Biton</a>. Dem Tellos wie auch dem Brüderpaar bescheinigte Solon zur Begründung, dass sie nicht nur beispielhaft rechtschaffen gelebt, sondern auch in allen Ehren den Tod gefunden hatten. Ungläubigkeit und Zorn habe es bei Krösus hervorgerufen, dass so einfache Bürger ihm an Glück voraus sein sollten, heißt es in der Überlieferung. Solon habe ihn mit der Erklärung zu besänftigen gesucht, dass niemand bereits vor seinem Ende als glückselig angesehen werden könne, sondern erst, wenn er sein Leben in Wohlgefallen beschlossen habe.<sup id="cite_ref-60" class="reference"><a href="#cite_note-60"><span class="cite-bracket">[</span>60<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Krösus bekam angesichts seines weiteren Schicksals Anlass, sich Solons zu erinnern. Erst verlor er durch den Tod des Sohnes Atys den Thronfolger; danach verspielte er im Krieg gegen den Perserkönig <a href="Kyros_II." title="Kyros II.">Kyros II.</a> sein Königreich. Von diesem auf den Scheiterhaufen gebracht, soll er Solons Namen mehrfach ausgerufen, dadurch des Kyros’ Neugier geweckt haben und schließlich verschont worden sein.<sup id="cite_ref-61" class="reference"><a href="#cite_note-61"><span class="cite-bracket">[</span>61<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Plutarch beschließt seine diesbezügliche Darstellung mit dem Hinweis, Solon habe also den Ruhm, mit seinem Auftreten gegenüber Krösus sowohl diesem das Leben gerettet zu haben als auch einen weiteren König, den Kyros, weiser gemacht zu haben.<sup id="cite_ref-62" class="reference"><a href="#cite_note-62"><span class="cite-bracket">[</span>62<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Lebensende">Lebensende</h2></div>
<p>Nach Athen zurückgekehrt, versuchte Solon vergeblich den wieder aufgebrochenen Zerwürfnissen in der Stadt entgegenzuwirken und der sich anbahnenden <a href="Peisistratiden-Tyrannis_in_Athen" title="Peisistratiden-Tyrannis in Athen">Peisistratiden-Tyrannis</a> Widerstand zu leisten. Von Legendenbildung zweifelhaft überformt erscheint Plutarchs Schilderung, wonach Solon sich auf den Markt begab, um die Mitbürger in eindringlicher Rede noch einmal zur Verteidigung der Freiheit des Gemeinwesens aufzurufen. Angesichts ausbleibender Resonanz sei er sodann nach Hause gegangen und habe seine Waffen vor die Tür auf die Straße gelegt mit dem Bekunden, Polis und Gesetze nun gemäß seinen Kräften verteidigt zu haben. Den Rest des Lebens habe er in Zurückgezogenheit und Ruhe verbracht und sei für Peisistratos, der ihm allen Respekt erwiesen und die solonische Gesetzgebung großteils habe fortbestehen lassen, sogar noch zum Ratgeber geworden.<sup id="cite_ref-63" class="reference"><a href="#cite_note-63"><span class="cite-bracket">[</span>63<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Solon starb 560 v. Chr. oder bald danach. Dass seine Gebeine nach <a href="Salamis_(Insel)" title="Salamis (Insel)">Salamis</a> gebracht und dort verbrannt wurden, die Asche aber auf der ganzen Insel verstreut wurde, bezeichnet Plutarch selbst als abgeschmackte Fabel.<sup id="cite_ref-64" class="reference"><a href="#cite_note-64"><span class="cite-bracket">[</span>64<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Lebendige_Nachwirkung">Lebendige Nachwirkung</h2></div>
<p>In seinen Rollen als exemplarischer Weiser, Versöhner und Gesetzgeber der Polisgemeinschaft hat Solon einen über <a href="Platon" title="Platon">Platon</a>, <a href="Aristoteles" title="Aristoteles">Aristoteles</a> und <a href="Marcus_Tullius_Cicero" title="Marcus Tullius Cicero">Cicero</a> bis in die Gegenwart sich erstreckenden Nachruhm erhalten. Authentisches und Legendäres sind dabei zu einer komplexen und von der Forschung allenfalls mühsam auszudifferenzierenden Einheit verschmolzen. Unsicherheiten bei der Bestimmung der tatsächlichen historischen Verortung Solons sind vor allem darin begründet, dass die Autoren der literarischen Hauptquellen zu Solon, nämlich <a href="Herodot" title="Herodot">Herodot</a>, Aristoteles und <a href="Plutarch" title="Plutarch">Plutarch</a>, erst im Abstand von über einem bis zu sieben Jahrhunderten nach Solons Tod über ihn und sein Werk berichtet haben.
</p><p>Waren für die Antike vorwiegend Solons in Aussprüchen festgehaltene Qualitäten als Weiser bedeutsam, so beschäftigt die moderne Forschung eher Solons Agieren als Staats- und Gesellschaftsreformer sowie speziell seine Bedeutung für den Entstehungsprozess der <a href="Attische_Demokratie" title="Attische Demokratie">attischen Demokratie</a>. In einer der jüngsten Untersuchungen – über Solon, „den Denker“ – werden zwei <a href="Pr%C3%A4sident_der_Vereinigten_Staaten" title="Präsident der Vereinigten Staaten">Präsidenten der Vereinigten Staaten</a> zitiert: <a href="James_Madison" title="James Madison">James Madison</a> als Bewunderer des „unsterblichen Gesetzgebers“ Solon, <a href="Woodrow_Wilson" title="Woodrow Wilson">Woodrow Wilson</a> mit seiner Einschätzung, Solon habe Athen eine festgefügte und eindeutige Verfassung gegeben.<sup id="cite_ref-65" class="reference"><a href="#cite_note-65"><span class="cite-bracket">[</span>65<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Solonische_Sentenzen">Solonische Sentenzen</h3></div>
<p>Die nachstehende Sammlung Solonischer Spruchweisheiten teilt die Unsicherheiten, die aus der Quellenlage insgesamt resultieren. Auch die erhaltenen Fragmente der Elegien Solons, die wortwörtlicher Überlieferung zu entstammen scheinen, sind erst in Aufzeichnungen aus späteren Jahrhunderten nachweisbar. Einige sind den überlieferten Fragmenten seiner Dichtung zu entnehmen, andere einer Zusammenstellung des <a href="Demetrios_von_Phaleron" title="Demetrios von Phaleron">Demetrios von Phaleron</a><sup id="cite_ref-66" class="reference"><a href="#cite_note-66"><span class="cite-bracket">[</span>66<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>:
</p>
<ul><li>Allen gefallen ist schwer, geht es um wichtige Tat. <span lang="grc-Grek" class="Grek">ἔργμασι (γάρ) ἐν μεγάλοις πᾶσιν ἁδεῖν χαλεπόν</span></li>
<li>In der Tat, bei allen Werken ist Gefahr im Spiel, und niemand weiß, / wo er am Ende landen wird, wenn die Sache beginnt; <span lang="grc-Grek" class="Grek">πᾶσι δὲ τοι κίνδυνος ἐπ᾿ ἔργμασιν, οὐδὲ τις οἶδεν / πῆι μέλλει σχήσειν χρήματος ἀρχομένου·</span></li>
<li>Nichts im Übermaß. <a href="Liste_griechischer_Phrasen/My#Μηδὲν_ἄγαν." title="Liste griechischer Phrasen/My"><span lang="grc-Grek" class="Grek">Μηδὲν ἄγαν.</span></a><sup id="cite_ref-67" class="reference"><a href="#cite_note-67"><span class="cite-bracket">[</span>67<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Sitze nicht zu Gericht, sonst wirst du dem Verurteilten ein Feind sein. <span lang="grc-Grek" class="Grek">Κριτὴς μὴ κάθησο· εἰ δὲ μή, τῷ ληφθέντι ἐχθρὸς ἔσῃ.</span></li>
<li>Fliehe die Lust, die Unlust gebiert. <span lang="grc-Grek" class="Grek">Ἠδονὴν φεῦγε, ἥτις λύπην τίκτει.</span></li>
<li>Wahre deine Anständigkeit treuer als deinen Eid. <span lang="grc-Grek" class="Grek">Φύλασσε τρόπου καλοκαγαθίαν ὅρκου πιστοτέραν.</span></li>
<li>Siegle deine Worte mit Schweigen, dein Schweigen mit dem rechten Augenblick. <span lang="grc-Grek" class="Grek">Σφραγίζου τοὺς μὲν λόγους σιγῇ, τὴν δὲ σιγὴν καιρῷ.</span></li>
<li>Lüge nicht, sondern sprich die Wahrheit. <span lang="grc-Grek" class="Grek">Μὴ ψεύδου, ἀλλ᾿ ἀλήθευε.</span></li>
<li>Um Ernstes bemüh dich. <span lang="grc-Grek" class="Grek">Τὰ σπουδαῖα μελέτα.</span></li>
<li>Hab nicht mehr Recht als deine Eltern. <span lang="grc-Grek" class="Grek">Τῶν γονέων μὴ λέγε δικαιότερα.</span></li>
<li>Freunde erwirb nicht rasch; die du aber hast, verwirf nicht rasch. <span lang="grc-Grek" class="Grek">Φίλους μὴ ταχὺ κτῶ, οὓς δ᾿ ἂν κτήσῃ, μὴ ταχὺ ἀποδοκίμαζε.</span></li>
<li>Lerne beherrscht zu werden, und du wirst zu herrschen wissen. <span lang="grc-Grek" class="Grek">Ἄρχεσθαι μαθών, ἄρχειν ἐπιστήσῃ.</span></li>
<li>Wenn du von anderen Rechenschaft forderst, gib sie auch selbst. <span lang="grc-Grek" class="Grek">Εὐθύνας ἑτέρους ἀξιῶν διδόναι, καὶ αὐτὸς ὕπεχε.</span></li>
<li>Rate nicht das Angenehmste, sondern das Beste den Bürgern. <span lang="grc-Grek" class="Grek">Συμβούλευε μὴ τὰ ἥδιστα, ἀλλὰ τὰ βέλτιστα.</span></li>
<li>Meide schlechte Gesellschaft. <span lang="grc-Grek" class="Grek">Μὴ κακοῖς ὁμίλει.</span></li>
<li>Den Deinen sei milde. <span lang="grc-Grek" class="Grek">Φίλους εὐσέβει.</span><sup id="cite_ref-68" class="reference"><a href="#cite_note-68"><span class="cite-bracket">[</span>68<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Solon sagte, die Gesetze glichen den Spinnennetzen; wie jene hielten sie die Kleinen und Schwachen gefangen, die Größeren aber könnten sie zerreißen und freikommen. <span lang="grc-Grek" class="Grek">Ἔλεγεν</span> (<span lang="la">scil.</span> <span lang="grc-Grek" class="Grek">ὁ Σόλων</span>) <span lang="grc-Grek" class="Grek">τοὺς δὲ νόμους τοῖς ἀραχνίοις ὁμοίους· καὶ γὰρ ἐκεῖνα, ἐὰν μὲν ἐμπέσῃ τι κοῦφον καὶ ἀσθενές, στέγειν· ἐὰν δὲ μεῖζον, διακόψαν οῖχεσθαι.</span><sup id="cite_ref-books-Jhr3xfKinDsC-_69-0" class="reference"><a href="#cite_note-books-Jhr3xfKinDsC--69"><span class="cite-bracket">[</span>69<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Ich werde alt und lerne doch immer noch vieles dazu. <a href="Liste_griechischer_Phrasen/Gamma#Γηράσκω_δ’_αἰεὶ_πολλὰ_διδασκόμενος." title="Liste griechischer Phrasen/Gamma"><span lang="grc-Grek" class="Grek">Γηράσκω δ᾿ αἰεὶ πολλὰ διδασκόμενος.</span></a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Legendärer_Demokratiegründer"><span id="Legend.C3.A4rer_Demokratiegr.C3.BCnder"></span>Legendärer Demokratiegründer</h3></div>
<p>In der Darstellung der Verfassungsentwicklung des antiken Athen, enthalten in der Aristoteles zugeschriebenen <a href="Athenaion_politeia" title="Athenaion politeia">Athenaion politeia</a>, wird die solonische Ordnung als Anfang der Demokratie bezeichnet.<sup id="cite_ref-70" class="reference"><a href="#cite_note-70"><span class="cite-bracket">[</span>70<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit dem Hinweis auf die nachfolgende, noch demokratischere kleisthenische Ordnung und auf die von <a href="Ephialtes_von_Athen" title="Ephialtes von Athen">Ephialtes</a> eingeführte radikale Demokratie unterscheidet Aristoteles insgesamt drei verschiedene Demokratiestadien oder -typen bei der Entwicklung der attischen Polis. In der neueren Forschung wird Solons Benennung als Demokratiegründer mit Blick auf die sozialhierarchisch-timokratisch gestuften politischen Mitwirkungsrechte bzw. -beschränkungen oft nicht akzeptiert. Dass sein Wirken wichtige Voraussetzungen für die künftige Entwicklung der attischen Polis geschaffen hat, ist andererseits nahezu unbestritten.
</p><p>Die Ausgangslage vor Solons Reformen war durch eine innere Schwäche der Polis und ihres adligen Führungspersonals gekennzeichnet. Dadurch wurde dem Gedanken der eigenen Mitverantwortung und den Forderungen nach institutionalisierter eigener Mitsprache Vorschub geleistet, was auf lange Sicht in die Herrschaft des <a href="Demos" title="Demos">Demos</a> mündete.<sup id="cite_ref-71" class="reference"><a href="#cite_note-71"><span class="cite-bracket">[</span>71<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die solonische Ordnung überdauerte in ihren Grundzügen auch die Tyrannis: „Peisistratos und seine Söhne standen einem Personenverband gegenüber, der bereits seine politische Seinsform als Polisgemeinschaft gefunden und durch die solonische Gesetzgebung in seiner sozialen und institutionellen Ordnung starken Halt gewonnen hatte.“<sup id="cite_ref-72" class="reference"><a href="#cite_note-72"><span class="cite-bracket">[</span>72<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Die_Verfassungsfrage">Die Verfassungsfrage</h4></div>
<p>Legt man Ausmaß und politische Wirkungen des solonischen Reformwerks zugrunde, so liegen die Begriffe Verfassung und Verfassungsgeber nahe, die auch tatsächlich häufiger dafür gebraucht werden. Gleichwohl ist <i>Politeia</i> im Sinne von Verfassung für die solonische Zeit ein anachronistischer Begriff; erst um 430 v. Chr. ist Politeia (ursprünglich: Bürgerschaft) im Sinne von politischer Ordnung bzw. Verfassung sicher bezeugt.<sup id="cite_ref-73" class="reference"><a href="#cite_note-73"><span class="cite-bracket">[</span>73<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Darin kommt auch die Korrelation von Bürgerrecht, Bürgerschaft und Polisordnung zum Ausdruck. Als Politeia konnten nun auch die institutionellen Regelungen für das Gemeinwesen in ihrer Gesamtheit gelten. Die solonische Eunomie hingegen stand vornehmlich für das Bewährte und Gültige, für Richtiges und Verpflichtendes im Zusammenleben der Menschen.<sup id="cite_ref-74" class="reference"><a href="#cite_note-74"><span class="cite-bracket">[</span>74<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Doch als Vorbild eines weisen Gesetzgebers blieb Solon auch in späteren Jahrhunderten eine unbestrittene Autorität. Die alleinige Rechtsquelle waren fortan Gesetze. Die Rechtsprechung war daran gebunden und schuf bei der praktischen Ausübung kein neues Recht, wie auch die Klageformen unverändert überdauerten. „So bestimmten Prinzipien, die aus den Ordnungs- und Rechtsvorstellungen der archaischen Zeit zu erklären sind, noch in klassischer Zeit das Anklage- und Klagerecht und die diesbezüglichen Prozeßformen.“<sup id="cite_ref-75" class="reference"><a href="#cite_note-75"><span class="cite-bracket">[</span>75<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Zuschreibungen_in_der_Antike">Zuschreibungen in der Antike</h4></div>
<p>Anders als Herodot, der Solon als Gesetzgeber und Weisen würdigt, wird dieser im Geschichtswerk des <a href="Thukydides" title="Thukydides">Thukydides</a> gar nicht erwähnt. In der attischen Komödie des 5. Jahrhunderts v. Chr. ist Solon bzw. ist seine Gesetzgebung öfters vertreten. <a href="Kratinos" title="Kratinos">Kratinos</a> bringt ihn in dem Theaterstück <i>Cheirones</i> auf die Bühne, und zwar als Vertreter einer guten alten Zeit angesichts unerfreulicher Verhältnisse in der entwickelten attischen Demokratie. <a href="Aristophanes" title="Aristophanes">Aristophanes</a> benennt ihn in <i><a href="Die_Wolken" title="Die Wolken">Die Wolken</a></i> als einen „Volksfreund von Natur“. Der Redner <a href="Isokrates" title="Isokrates">Isokrates</a> bezeichnet Solon im 4. Jahrhundert v. Chr. zusammen mit Kleisthenes als den bedeutendsten Schöpfer der attischen Demokratie und bei anderer Gelegenheit als „Beschützer oder Vorsteher des Volkes“.<sup id="cite_ref-76" class="reference"><a href="#cite_note-76"><span class="cite-bracket">[</span>76<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Während Isokrates ihn somit als den Urheber der gemäßigten Demokratie pries, war er für <a href="Demosthenes" title="Demosthenes">Demosthenes</a> der fatale Initiator der radikalen Demokratie. Sehr deutlich werde daran, so Schubert, dass Solons Name mit ganz unterschiedlichen Wertvorstellungen verbunden werden konnte: Seine Reputation als altehrwürdige Persönlichkeit, berühmter Gesetzgeber und Dichter war so groß, dass er jederzeit für eindrückliche Legitimierungen in Anspruch genommen werden konnte, ohne dass dies auf einen konkreten Inhalt festgelegt war.<sup id="cite_ref-77" class="reference"><a href="#cite_note-77"><span class="cite-bracket">[</span>77<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Von Aristoteles wird Solon als Mann der Mitte gewürdigt: Gegner sowohl einer elitären Oligarchie als auch der radikalen Demokratie mit Beteiligung der unterklassigen Armen, Abstand haltend also von jenen Extremen, die nach aristotelischer Vorstellung beide der Tyrannis den Boden bereiten.<sup id="cite_ref-78" class="reference"><a href="#cite_note-78"><span class="cite-bracket">[</span>78<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Davon zeigte sich auch Cicero beeindruckt, der Solons gesetzgeberische Tätigkeit öfters erwähnte und sich theoretisch und brieflich mit einzelnen seiner Gesetze befasste. Wie Platon erschien ihm Solon, auf dessen Verse er in seinen philosophischen Schriften gelegentlich Bezug nahm, „als der Weiseste Mann von den Sieben“.<sup id="cite_ref-79" class="reference"><a href="#cite_note-79"><span class="cite-bracket">[</span>79<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Bewertung_durch_die_neuere_Forschung">Bewertung durch die neuere Forschung</h4></div>
<p>Seitens der neueren althistorischen Forschung wird Solon kaum als Gründer, wohl aber als Vor- und Wegbereiter der entwickelten attischen Demokratie eingeschätzt: „Mit der umfassend gedachten Gestaltungsmacht über die Ordnung der Gemeinde, mit der postulierten Ausgrenzung eines politischen Raumes und mit der Entdeckung der Bürgerschaft als dessen zentraler Größe hat Solon entscheidende Bedingungen der athenischen Polis zum ersten Mal erkannt und zu Bewußtsein gebracht. Von ihrer allmählichen Verwirklichung war die Entwicklung in den Jahrhunderten nach ihm geprägt.“<sup id="cite_ref-80" class="reference"><a href="#cite_note-80"><span class="cite-bracket">[</span>80<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Wegbereiter-Funktion Solons für die klassische demokratische Ära Athens ergibt sich sowohl hinsichtlich der politischen Begriffsbildung als auch im Bereich der Institutionenentwicklung.
</p><p>Solons Eunomie-Begriff ging der <a href="Kleisthenes_von_Athen" title="Kleisthenes von Athen">Kleisthenischen</a> <a href="Isonomie" title="Isonomie">Isonomie</a> voraus, die wiederum zur Vorstufe des erst danach sich ausprägenden Demokratie-Begriffs wurde. Die im Nachgang zur Peisistratiden-Tyrannis von Kleisthenes durchgeführten Reformen blieben wie die Solonischen an das aristokratisch-timokratische Gesellschaftsgefüge gebunden, erzeugten aber mit einer institutionalisierten Durchmischung der Bürgerschaft im Rahmen der Phylenreform zusätzliche Anreize für politische Partizipation und eine gemeinsame Bürgeridentität der Athener. Nimmt man das ebenfalls in der Ära nach den Peisistratiden eingeführte <a href="Scherbengericht" title="Scherbengericht">Scherbengericht</a> (Ostrakismos) hinzu, das die Verbannung eines politisch besonders ehrgeizigen Mitbürgers für 10 Jahre ermöglichte, wird auch darin das Fortwirken von Solons Eintreten gegen jedwede tyrannische Ambition erkennbar. Insgesamt bewirkte Kleisthenes neuerlich eine Aufwertung des Bürgerbegriffs sowie eine zunehmende Vertrautheit der Bürger untereinander und solidarische Geschlossenheit nach außen. Dies befähigte laut <a href="Kurt_Raaflaub" title="Kurt Raaflaub">Kurt Raaflaub</a> letztlich die Athener, zur politisch und kulturell führenden Macht Griechenlands zu werden.<sup id="cite_ref-81" class="reference"><a href="#cite_note-81"><span class="cite-bracket">[</span>81<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Wichtige ökonomische Weichenstellungen für die herausgehobene Stellung Athens in den nachfolgenden Jahrhunderten wurden bereits von Solon mit seinen diesbezüglichen Reformen auf den Weg gebracht, so Phillip V. Stanley in der Zusammenfassung seiner diesbezüglichen Untersuchung.<sup id="cite_ref-82" class="reference"><a href="#cite_note-82"><span class="cite-bracket">[</span>82<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Hinsichtlich Solons politischer Langzeitwirkung resümiert Michael Stahl: „Mit der Erkenntnis vom Primat der Politik sowie von der Bedeutung politischer Ethik und der Funktion der Poliskultur hat Solon die Eckpfeiler des Bürgerstaates aufgerichtet und die Koordinaten festgelegt, innerhalb derer sich die athenische Geschichte im 6. und 5. Jahrhundert bewegen sollte. Die archaische und klassische Geschichte Athens schließen sich unter dieser Perspektive in viel höherem Maße, als man das in jüngerer Zeit zu sehen gewohnt war, zu einer Einheit zusammen.“<sup id="cite_ref-83" class="reference"><a href="#cite_note-83"><span class="cite-bracket">[</span>83<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Quellen_und_quellenkritische_Auseinandersetzung">Quellen und quellenkritische Auseinandersetzung</h3></div>
<p>Mit Herodot, dem „Vater der Geschichtsschreibung“, Aristoteles, dem Gründer der <a href="Peripatos" title="Peripatos">peripatetischen Philosophenschule</a> und Systematiker des Wissens seiner Zeit, sowie Plutarch, dem Moralisten und historischen Biographen einer Vielzahl bedeutender Griechen und Römer, stützt sich die Überlieferung zu Solon einerseits auf große Namen. Andererseits bedingen der zeitliche Abstand dieser Zeugnisse zur Ära Solons und darin einfließende eigene Interessenlagen der Quellenautoren vielerlei Zweifel und kritische Reflexionen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Herodot">Herodot</h4></div>
<p>Die ersten überhaupt erhaltenen biographischen Hinweise auf Solon sind bei Herodot zu finden, der ihn als athenischen Gesetzgeber zwar erwähnt, sich aber vor allem mit dem reisenden Weisen Solon befasst. Der aus <a href="Halikarnassos" title="Halikarnassos">Halikarnassos</a> stammende <a href="Ionien" title="Ionien">Ionier</a> Herodot war an den Epen <a href="Homer" title="Homer">Homers</a> geschult und stand dem zeitgenössischen attischen Drama nahe. Neben Ergebnissen gewissenhafter und genauer Studien, die Herodot auf weit ausgreifenden Reisen sammelte, ist bei ihm daher auch mit dramatischen Effekten und Legendenelementen zu rechnen. Solons Begegnung mit Kroisos und dessen Anrufung Solons auf dem Scheiterhaufen beispielsweise dürften von Herodot auf solche Weise gestaltet worden sein.<sup id="cite_ref-84" class="reference"><a href="#cite_note-84"><span class="cite-bracket">[</span>84<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Aristoteles">Aristoteles</h4></div>
<p>Anders als Herodot bietet die <a href="Athenaion_politeia" title="Athenaion politeia">Athenaion politeia</a>, die von Aristoteles (oder einem seiner Schüler)<sup id="cite_ref-85" class="reference"><a href="#cite_note-85"><span class="cite-bracket">[</span>85<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> verfasst wurde, eine eingehende Darstellung des solonischen Reformwerks als eines Marksteins der Athener Verfassungsentwicklung. Angesichts der schon für Aristoteles bestehenden Knappheit an Originalquellen handelt es sich aus der Sicht von Chambers bei der <i>Athenaion politeia</i> um „ein Werk kluger Wiederherstellung“. Damit ist jedoch nicht eine in jeder Hinsicht authentische und widerspruchsfreie Rekonstruktion gemeint. So ist in der <i>Athenaion politeia</i> von der Einführung eines Rates der 400 die Rede, während Aristoteles andernorts in seiner staatstheoretischen Schrift <i>Politik</i> diesen im entsprechenden Zusammenhang gar nicht erwähnt und stattdessen feststellt, Solon habe an der Rolle des <a href="Areopag" title="Areopag">Areopags</a> nichts geändert.<sup id="cite_ref-86" class="reference"><a href="#cite_note-86"><span class="cite-bracket">[</span>86<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ebenfalls nicht zusammenzupassen scheint die in der <i>Athenaion politeia</i> behauptete Einführung des Losverfahrens bei der Ämterbesetzung durch Solon mit der Aussage in der <i>Politik</i>, auch bei den Beamtenwahlen sei es beim bisherigen Verfahren geblieben. Chambers deutet diese Nichtübereinstimmung als Ausdruck einer veränderten Sichtweise des Aristoteles in Bezug auf das Entwicklungsschema der attischen Demokratie, und zwar dergestalt, dass Solon erst in der <i>Athenaion politeia</i> die Einführung der Volksgerichte, des Losverfahrens und eines zweiten Rates durch Aristoteles zuerkannt worden sei.<sup id="cite_ref-87" class="reference"><a href="#cite_note-87"><span class="cite-bracket">[</span>87<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Hans-Joachim_Gehrke" title="Hans-Joachim Gehrke">Hans-Joachim Gehrke</a> hält diese Abweichungen dagegen nicht für unvereinbar und versteht sie als Folgen eines jeweils etwas anderen Betrachtungsschwerpunkts bei der Darstellung: Solon war Bewahrer und Neuerer zugleich. In der <i>Politik</i> wird seine Bewahrer-Funktion stärker betont; in der <i>Athenaion politeia</i> sein Profil als Reformer.<sup id="cite_ref-88" class="reference"><a href="#cite_note-88"><span class="cite-bracket">[</span>88<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Plutarch">Plutarch</h4></div>
<p>Aus dem vergleichsweise größten zeitlichen Abstand hat Plutarch die reichhaltigste antike Darstellung zu Solons Vita, Reformansatz, Gesetzgebung und Rolle als Weisem gegeben. Dabei kam es ihm in den Lebensbeschreibungen berühmter Griechen und Römer nicht so sehr auf die historischen Einzelheiten und Zusammenhänge an, sondern auf die Verdeutlichung angeblich typischer Charaktermerkmale und Besonderheiten der jeweiligen Persönlichkeit. Einzigartiges Talent bescheinigte ihm <a href="Michael_Grant" title="Michael Grant">Michael Grant</a> bei der Auswahl bezeichnender Anekdoten. Er sei ein Meister darin gewesen, das Leserinteresse zu wecken und wachzuhalten.<sup id="cite_ref-89" class="reference"><a href="#cite_note-89"><span class="cite-bracket">[</span>89<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Allerdings schwanke seine Zuverlässigkeit im Faktischen stark, bedingt durch die Auswahlprinzipien für seine Lebensbilder, die zu Verzerrungen führten.<sup id="cite_ref-90" class="reference"><a href="#cite_note-90"><span class="cite-bracket">[</span>90<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Überdies war es zur Zeit Plutarchs wohl oft unmöglich, unter dem Material, das ihm zu Solon vorlag, Legendäres von Glaubwürdigem zu trennen.
</p><p>Gleichwohl, so Lukas de Blois, habe Plutarch nicht die ihm noch vorliegenden grundlegenden historischen und biographischen Informationen manipuliert, sondern nur ihre Anordnung und Verwendung im Darstellungszusammenhang.<sup id="cite_ref-91" class="reference"><a href="#cite_note-91"><span class="cite-bracket">[</span>91<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Wohl seien Stereotype, Gemeinplätze und Muster aus anderen seiner Lebensbeschreibungen – so der gute Staatsmann, die Interaktionen zwischen aristokratischen Führern und dem breiten Volk oder die richtige Art mentaler Vorbereitung der Massen auf politische Reformen – auch in der Solon-Darstellung wiederzufinden. Das sei durch die anscheinend magere Quellenlage bedingt, die bereits Herodot nicht viel zu Solon habe schreiben lassen und Thukydides gar nichts. Doch die verfügbaren Fakten seiner Quellen, zu denen auch heute verlorene Chroniken Athens und andere historische Werke gehört hätten, habe Plutarch zweifellos in der gewohnt sorgfältigen Weise ausgewertet.<sup id="cite_ref-92" class="reference"><a href="#cite_note-92"><span class="cite-bracket">[</span>92<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Aktuelle_Aspekte_der_Solon-Rezeption">Aktuelle Aspekte der Solon-Rezeption</h3></div>
<p>Ein markantes neueres Forschungsmerkmal ist die Zusammenführung von Ergebnissen unterschiedlicher Spezialdisziplinen und ihr wechselseitiger Abgleich im Dialog der Althistoriker etwa mit Philologen und Archäologen. Als Dichter und grundlegender Reformer in einer Person bietet Solon dafür reichlich Stoff. <a href="Michael_Stahl_(Althistoriker)" title="Michael Stahl (Althistoriker)">Michael Stahl</a> betont die wichtige Funktion der Dichtung Solons für sein politisches Wirken. Solon habe durch seine Identifikation mit dem listigen Taktierer <a href="Odysseus" title="Odysseus">Odysseus</a>, der sich weniger mit der Macht des Schwertes als mit überzeugender Rede durchzusetzen wusste, den Mythos für die eigenen Ziele in Dienst genommen. Auch habe er die von ihm propagierte neue politische Ethik in Übereinstimmung mit den religiösen Hauptströmungen der Zeit vermittelt, insbesondere orientiert an dem von der delphischen Priesterschaft ausgegebenen Gebot der Mäßigung (<span lang="grc-Grek" class="Grek">μηδὲν ἄγαν</span> – „nichts zu sehr“).<sup id="cite_ref-93" class="reference"><a href="#cite_note-93"><span class="cite-bracket">[</span>93<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Einer der Schwerpunkte der jüngeren Solon-Forschung – von Fabienne Blaise als „<span lang="en">solonian question</span>“ apostrophiert<sup id="cite_ref-94" class="reference"><a href="#cite_note-94"><span class="cite-bracket">[</span>94<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> – ist auf die Frage gerichtet, ob die unter Solons Namen überlieferten Elegien seine Verse tatsächlich originalgetreu wiedergeben. André P.M.H. Lardinois begründet seine Zweifel daran mit dem Hinweis, dass in einem Fall nachweislich zwei nicht vollständig identische Versionen eines Solon-Gedichts überliefert sind, und äußert als Konsequenz speziell hinsichtlich der politischen Dichtung generelle Zweifel an der Authentizität der als Solonisch überlieferten Verse.<sup id="cite_ref-95" class="reference"><a href="#cite_note-95"><span class="cite-bracket">[</span>95<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eva Stehle hält die auf Solon zurückgeführten politischen Gedichte überhaupt für Produkte des 4. Jahrhunderts v. Chr., entstanden aus dem Bedürfnis, Solon zum Zeugen und Ahnherrn der je eigenen Demokratieauffassung zu machen.<sup id="cite_ref-96" class="reference"><a href="#cite_note-96"><span class="cite-bracket">[</span>96<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Fabienne Blaise räumt ein, dass für keines der als Solonisch überlieferten Gedichte der Echtheitsnachweis erbracht werden könne. Sie leitet aber aus der Analyse der von ihr als vollständig erhalten angesehenen Eunomia-Elegie ab, dass es sich dabei um den Ausdruck einer für das 6. Jahrhundert v. Chr. sowohl originellen als aber auch in sich schlüssigen Position handelt, die auch in anderen Gedichtfragmenten Solons wiederzufinden sei.<sup id="cite_ref-97" class="reference"><a href="#cite_note-97"><span class="cite-bracket">[</span>97<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ähnliche Zuordnungsfragen stellen sich der jüngeren Forschung auch bei den als solonisch überlieferten Gesetzen. Adele C. Scafuro schlägt in diesem Zusammenhang vor, der seit <a href="Eberhard_Ruschenbusch" title="Eberhard Ruschenbusch">Eberhard Ruschenbuschs</a> Untersuchung 1966<sup id="cite_ref-98" class="reference"><a href="#cite_note-98"><span class="cite-bracket">[</span>98<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> etablierten Unterscheidung von genuin solonischen und nichtsolonischen Gesetzen als dritte Kategorie Gesetze „mit solonischem Kern“ hinzuzufügen.<sup id="cite_ref-99" class="reference"><a href="#cite_note-99"><span class="cite-bracket">[</span>99<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diesem Ansatz zu gesonderter Erfassung von Gesetzen, die einen authentischen Solonischen Kern aufweisen, aber später modifiziert wurden, schließt sich auch P.J. Rhodes an.<sup id="cite_ref-100" class="reference"><a href="#cite_note-100"><span class="cite-bracket">[</span>100<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auf Solons Beitrag zur Herstellung einer auf Wohlfahrt der Polis gerichteten Bürgermentalität ist John Lewis’ Abhandlung über den Denker Solon gerichtet. Darin hebt Lewis hervor, dass Solon diesen Beitrag nicht als abseits stehender Beobachter und Theoretiker erbracht hat, sondern inmitten tumultartiger Auseinandersetzungen seiner Mitbürger.<sup id="cite_ref-101" class="reference"><a href="#cite_note-101"><span class="cite-bracket">[</span>101<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Gegen die für das Gemeinwesen zerstörerischen Untugenden des Hochmuts und der Selbstsucht habe Solon Selbstkontrolle in Wort und Tat sowie respektvolles Handeln in Bezug auf andere gefördert und verlangt.<sup id="cite_ref-102" class="reference"><a href="#cite_note-102"><span class="cite-bracket">[</span>102<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Unabhängigkeit des eigenen Urteilens und Tuns habe er beispielhaft gestärkt, indem er sozialem Druck nicht nachgab, sondern sich allein den sachlichen Erfordernissen zuwandte.<sup id="cite_ref-103" class="reference"><a href="#cite_note-103"><span class="cite-bracket">[</span>103<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Als Begründer eines bestimmten Rechtsbewusstseins und einer auf gesetzlicher Grundlage basierenden Rechtstradition wird Solon nicht nur bei Lewis dargestellt,<sup id="cite_ref-104" class="reference"><a href="#cite_note-104"><span class="cite-bracket">[</span>104<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> sondern auch bereits in Joseph Almeidas Untersuchung <i>Justice as an aspect of the polis idea in Solon’s political poems: a reading of fragments in light of the researches of new classical archaeology.</i> Dabei kombinierte Almeida die Auswertung der politischen Dichtung Solons – speziell in Bezug auf das von Dike symbolisierte Rechtsverständnis – mit dem Polis-Bild, das die neuere archäologische Forschung für das 6. Jahrhundert v. Chr. zeichnet. Sein Fazit besagt, dass Solons poetische Beschreibung der Lage in Athen in großen Zügen mit den archäologischen Forschungsergebnissen und Schlussfolgerungen für diese Zeit übereinstimmt.<sup id="cite_ref-105" class="reference"><a href="#cite_note-105"><span class="cite-bracket">[</span>105<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Nomotheten" title="Nomotheten">Nomotheten</a></li>
<li><a href="Drakon" title="Drakon">Drakon</a></li>
<li><a href="Peisistratiden-Tyrannis_in_Athen" title="Peisistratiden-Tyrannis in Athen">Peisistratiden-Tyrannis in Athen</a></li>
<li><a href="Kleisthenische_Reformen" title="Kleisthenische Reformen">Kleisthenische Reformen</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Textausgaben">Textausgaben</h2></div>
<p><b>Gesetzeswerk</b>
</p>
<ul><li><a href="Eberhard_Ruschenbusch" title="Eberhard Ruschenbusch">Eberhard Ruschenbusch</a>: <i>Solonos Nomoi. Die Fragmente des solonischen Gesetzeswerkes mit einer Text- und Überlieferungsgeschichte</i> (= <i>Historia Einzelschriften.</i> Heft 9). Wiesbaden 1966. Eine posthume Neupublikation nach dem Manuskript von Ruschenbusch mit deutschen Übersetzungen und Kommentaren erfolgte durch Klaus Bringmann:</li>
<li>Eberhard Ruschenbusch: <i>Solon: Das Gesetzeswerk-Fragmente. Übersetzung und Kommentar.</i> Herausgegeben von Klaus Bringmann (= <i>Historia Einzelschriften.</i> Heft 215). 2., korrigierte Auflage. Stuttgart 2014, ISBN 978-3-515-10783-9; vgl. dazu die Rezension zur ersten Auflage, Stuttgart 2010, von Winfried Schmitz in <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.sehepunkte.de/2012/09/19681.html">Sehepunkte</a>.</li>
<li>Delfim F. Leão, Peter J. Rhodes (Hrsg.): <i>The Laws of Solon. A New Edition with Introduction, Translation and Commentary.</i> Tauris, London 2015, ISBN 978-1-78076-853-3 (neueste Publikation der Gesetze Solons mit englischer Übersetzung und Kommentar auf der Grundlage von E. Ruschenbusch).</li>
<li><a href="Winfried_Schmitz" title="Winfried Schmitz">Winfried Schmitz</a>: <i>Leges Draconis et Solonis (LegDrSol). Eine neue Edition der Gesetze Drakons und Solons mit Übersetzung und historischer Einordnung</i> (= <i><a href="Historia_(Zeitschrift)" title="Historia (Zeitschrift)">Historia</a> Einzelschriften.</i> Band 270). 2 Teilbände, Franz Steiner, Stuttgart 2023, ISBN 978-3-515-13361-6. – Rezension von Christopher J. Joyce, <a href="Bryn_Mawr_Classical_Review" title="Bryn Mawr Classical Review">Bryn Mawr Classical Review</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://bmcr.brynmawr.edu/2024/2024.05.12/">2024.05.12</a></li></ul>
<p><b>Poesie</b>
</p>
<ul><li>Christoph Mülke (Hrsg.): <i>Solons politische Elegien und Iamben (Fr. 1–13; 32–37 West). Einleitung, Text, Übersetzung, Kommentar.</i> München/Leipzig 2002.</li>
<li><a href="Martin_Litchfield_West" title="Martin Litchfield West">Martin L. West</a> (Hrsg.): <i>Iambi et elegi Graeci ante Alexandrum cantati.</i> Bd. 2: <i>Callinus. Mimnermus. Semonides. Solon. Tyrtaeus. Minora adespota.</i> 2. Auflage. Oxford University Press, Oxford 1992, ISBN 0-19-814096-7, S. 139–165.</li>
<li>Bruno Gentili-Carolus Prato (Hrsg.): <i>Poetae Elegiaci.Testimonia et Fragmenta.</i> Teil 1: <i>Tyrtaios. Mimnermus. Solon. Asius. Phocylides. Xenophanes.</i> 2., verbesserte Auflage. Leipzig 1988, ISBN 3-322-00457-0, S. 61–126.</li>
<li>Eberhard Preime: <i>Solon: Dichtungen. Sämtliche Fragmente. Im Versmaß des Urtextes ins Deutsche übertragen. Griechisch und Deutsch.</i> 3., verbesserte Auflage. München 1945, ISBN 978-3-11-035772-1.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Andreas_Bagordo" title="Andreas Bagordo">Andreas Bagordo</a>: <i>Solon.</i> In: <a href="Bernhard_Zimmermann_(Philologe)" title="Bernhard Zimmermann (Philologe)">Bernhard Zimmermann</a> (Hrsg.): <i>Handbuch der griechischen Literatur der Antike.</i> Band 1: <i>Die Literatur der archaischen und klassischen Zeit.</i> München 2011, ISBN 978-3-406-57673-7, S. 169–175 (über Solon als Lyriker).</li>
<li>Josine Blok, André P.M.H. Lardinois (Hrsg.): <i>Solon of Athens. New Historical and Philological Approaches.</i> Leiden/Boston 2006 (aktuelle Beiträge, die teils die Historizität nicht nur der überlieferten Ereignisse, sondern der Person Solons selbst radikal in Frage stellen).</li>
<li><a href="Lin_Foxhall" title="Lin Foxhall">Lin Foxhall</a>: <i>A View from the Top: Evaluating the Solonian Property Classes.</i> In: Lynette G. Mitchell/Peter J. Rhodes (Hrsg.): <i>The Development of the Polis in Archaic Greece.</i> London/New York 1997, S. 113–136.</li>
<li><a href="Hermann_Fr%C3%A4nkel" title="Hermann Fränkel">Hermann Fränkel</a>: <i>Dichtung und Philosophie des frühen Griechentums.</i> 5. Auflage. C. H. Beck, München 2006, ISBN 3-406-37716-5, S. 249–273.</li>
<li><a href="Wolf-Dieter_Gudopp-von_Behm" title="Wolf-Dieter Gudopp-von Behm">Wolf-Dieter Gudopp-von Behm</a>: <i>Solon von Athen und die Entdeckung des Rechts.</i> Würzburg 2009, ISBN 978-3-8260-4119-8 (eine komplexe philosophiegeschichtliche Untersuchung Solons im archaischen Kontext mit einer formal-inhaltlichen Analyse der poetischen Fragmente).</li>
<li>Edward M. Harris: <i>Did Solon Abolish Debt-Bondage?</i> In: <i>Classical Quarterly.</i> Band 52, 2002, S. 415–430.</li>
<li>John Lewis: <i>Solon the Thinker. Political Thought in Archaic Athens.</i> London 2006.</li>
<li>Gregory Nagy, Maria Noussia-Fantuzzi (Hrsg.): <i>Solon in the Making: The Early Reception in the Fifth and Fourth Centuries</i> (= <i>Trends in Classics.</i> Band 7, Ausgabe 1). De Gruyter, Berlin/Boston 2015.</li>
<li>Pavel Oliva: <i>Solon – Legende und Wirklichkeit</i> (= <i>Konstanzer Althistorische Vorträge und Forschungen.</i> Band 20). Konstanz 1988, ISBN 3-87940-331-7.</li>
<li>Hansjörg Reinau: <i>Die Entdeckung der bürgerlichen Verantwortung.</i> In: Hansjörg Reinau, Jürgen von Ungern-Sternberg (Hrsg.): <i>Politische Partizipation. Idee und Wirklichkeit von der Antike bis in die Gegenwart</i> (= <i>Colloquia Raurica.</i> Band 13). De Gruyter, Berlin / Boston 2013, S. 3–43.</li>
<li><a href="Charlotte_Schubert" title="Charlotte Schubert">Charlotte Schubert</a>: <i>Solon.</i> UTB Profile, Tübingen/Basel 2012, ISBN 978-3-8252-3725-7.</li>
<li><a href="Michael_Stahl_(Althistoriker)" title="Michael Stahl (Althistoriker)">Michael Stahl</a>: <i>Solon F 3D. Die Geburtsstunde des demokratischen Gedankens.</i> In: <i><a href="Gymnasium_(Zeitschrift)" title="Gymnasium (Zeitschrift)">Gymnasium</a>.</i> Band 99, 1992, S. 385–408.</li>
<li>Phillip V. Stanley: <i>The economic reforms of Solon.</i> St. Katharinen 1999.</li>
<li>Isabella Tsigarida: <i>Solon. Begründer der Demokratie? Eine Untersuchung der sogenannten Mischverfassung Solons von Athen und deren demokratischer Bestandteile.</i> Bern u. a. 2006 (eine neuere Darstellung und Deutung, der methodische und inhaltliche Mängel bescheinigt werden. Rezension v. W. Schmitz in <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.sehepunkte.de/2007/09/12471.html">Sehepunkte</a>/Rezension von <a href="Monika_Bernett" title="Monika Bernett">Monika Bernett</a> in <a rel="nofollow" class="external text" href="http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2008-2-179.pdf">h-soz-kult</a>; PDF-Datei; 84 kB).</li>
<li>Robert W. Wallace: <i>The Date of Solon’s Reforms.</i> In: <i>American Journal of Ancient History.</i> Band 8, 1983, S. 81–95.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size skin-invert-image" typeof="mw:File"><span title="Wikiquote"></span></span></div><b><a href="https://de.wikiquote.org/wiki/Solon" class="extiw external" title="q:Solon">Wikiquote: Solon</a></b> – Zitate </div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wikisource"></span></span></div><b><a href="https://de.wikisource.org/wiki/Die_Gesetzgebung_des_Lykurgus_und_Solon" class="extiw external" title="s:Die Gesetzgebung des Lykurgus und Solon">Wikisource: Friedrich Schiller: Die Gesetzgebung des Lykurgus und Solon</a></b> – Quellen und Volltexte</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Solon?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Solon</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Solon" class="extiw external" title="wikt:Solon">Wiktionary: Solon</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=118615394">Literatur von und über Solon</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
<li>Lars Leithold: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://bildung.freepage.de/cgi-bin/feets/freepage_ext/339483x434877d/rewrite/olymp100/ssolon.htm">Die Reformen des Solon</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Anmerkungen">Anmerkungen</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Siehe zum Beispiel <a href="Norbert_Ehrhardt" title="Norbert Ehrhardt">Norbert Ehrhardt</a>: <i>Athen im 6. Jh. v. Chr. Quellenlage, Methodenprobleme und Fakten.</i> In: <i>Euphronios und seine Zeit.</i> Staatliche Museen, Berlin 1992, S. 12–23; <a href="Mortimer_Chambers" title="Mortimer Chambers">Mortimer Chambers</a>: <i>Exkurs: Zur Chronologie Solons.</i> In: Mortimer Chambers: <i>Aristoteles, Staat der Athener. Übersetzt und erläutert von Mortimer Chambers.</i> Berlin 1990, S. 161–163; Pamela-Jane Shaw: <i>Discrepancies in Olympiad Dating and Chronological Problems of Archaic Peloponnesian History.</i> Stuttgart 2003 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.sehepunkte.de/2005/09/5969.html">Rezension</a>).</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Kurt_Raaflaub" title="Kurt Raaflaub">Kurt Raaflaub</a>: <i>Einleitung und Bilanz.</i> In <a href="Konrad_Kinzl" title="Konrad Kinzl">Konrad Kinzl</a> (Hrsg.): <i>Demokratia. Der Weg zur Demokratie bei den Griechen.</i> Darmstadt 1995, S. 9 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Hartwin_Brandt" title="Hartwin Brandt">Hartwin Brandt</a>: <i>Solon.</i> In Kai Brodersen (Hrsg.): <i>Große Gestalten der griechischen Antike.</i> München 1999, S. 84 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Pavel Oliva: <i>Solon – Legende und Wirklichkeit.</i> Konstanz 1988, S. 37; Hartwin Brandt: <i>Solon.</i> In: <a href="Kai_Brodersen" title="Kai Brodersen">Kai Brodersen</a> (Hrsg.): <i>Große Gestalten der griechischen Geschichte.</i> München 2001, S. 85; Chambers äußert sich sehr zweifelnd dazu in: Aristoteles: <i>Der Staat der Athener. Übersetzt und erläutert von Mortimer Chambers.</i> Darmstadt 1990. S. 162 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Hartwin Brandt: <i>Solon.</i> In: Kai Brodersen (Hrsg.): <i>Große Gestalten der griechischen Geschichte.</i> München 2001, S. 85.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Pavel Oliva: <i>Solon – Legende und Wirklichkeit.</i> Konstanz 1988, S. 29.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Pavel Oliva: <i>Solon – Legende und Wirklichkeit.</i> Konstanz 1988, S. 40–45.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Pavel Oliva: <i>Solon – Legende und Wirklichkeit.</i> Konstanz 1988, S. 45 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Christian Meier: <i>Entstehung und Besonderheit der griechischen Demokratie.</i> In Konrad Kinzl (Hrsg.): <i>Demokratia. Der Weg zur Demokratie bei den Griechen.</i> Darmstadt 1995. S. 269 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Hartwin Brandt: <i>Solon.</i> In: Kai Brodersen (Hrsg.): <i>Große Gestalten der griechischen Geschichte.</i> München 2001, S. 85; Pavel Oliva: <i>Solon – Legende und Wirklichkeit.</i> Konstanz 1988, S. 78.</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Oswyn_Murray" title="Oswyn Murray">Oswyn Murray</a> nennt Solons Gedichte „eine direkt politische Lyrik“ (Oswyn Murray: <i>Das frühe Griechenland.</i> Übersetzt von Kai Brodersen. München 1982, S. 230).</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">John Lewis: <i>Solon the Thinker. Political Thought in Archaic Athens.</i> London 2006, S. 1 und 20.</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Christian Meier: <i>Entstehung und Besonderheit der griechischen Demokratie.</i> In <a href="Konrad_Kinzl" title="Konrad Kinzl">Konrad Kinzl</a> (Hrsg.): <i>Demokratia. Der Weg zur Demokratie bei den Griechen.</i> Darmstadt 1995, S. 266.</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Karl-Wilhelm_Welwei" title="Karl-Wilhelm Welwei">Karl-Wilhelm Welwei</a>: <i>Athen. Von den Anfängen bis zum Hellenismus.</i> Band 1: <i>Athen. Vom neolithischen Siedlungsplatz zur archaischen Großpolis.</i> Bibliographisch aktualisierte einbändige Ausgabe, Darmstadt 2011 (Originalausgabe 1992), S. 154–160.</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Solon, Fragment 4,5–29 (West); Christoph Mülke (Hrsg.): <i>Solons politische Elegien und Iamben (Fr. 1–13; 32–37 West). Einleitung, Text, Übersetzung, Kommentar.</i> München/Leipzig 2002, S. 43–45.</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Christoph Mülke (Hrsg.): <i>Solons politische Elegien und Iamben (Fr. 1–13; 32–37 West). Einleitung, Text, Übersetzung, Kommentar.</i> München/Leipzig 2002, S. 91.</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Michael_Stahl_(Althistoriker)" title="Michael Stahl (Althistoriker)">Michael Stahl</a>: <i>Solon F 3D. Die Geburtsstunde des demokratischen Gedankens.</i> In: <i><a href="Gymnasium_(Zeitschrift)" title="Gymnasium (Zeitschrift)">Gymnasium</a>.</i> Band 99, 1992, S. 402 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">Solon, Fragment 4,32–39 (West); Christoph Mülke (Hrsg.): <i>Solons politische Elegien und Iamben (Fr. 1–13; 32–37 West). Einleitung, Text, Übersetzung, Kommentar.</i> München/Leipzig 2002, S. 45.</span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">Karl-Wilhelm Welwei: <i>Athen. Von den Anfängen bis zum Hellenismus.</i> Bd. 1: <i>Athen. Vom neolithischen Siedlungsplatz zur archaischen Großpolis.</i> Bibliographisch aktualisierte einbändige Ausgabe, Darmstadt 2011 (Originalausgabe 1992), S. 150.</span>
</li>
<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text"><span lang="grc-Grek" class="Grek">ταῦτα διδάξαι θυμὸς Ἀθηναὶους με κελεύει</span> (Solon, Fragment 4,30 (West); Christoph Mülke (Hrsg.): <i>Solons politische Elegien und Iamben (Fr. 1–13; 32–37 West). Einleitung, Text, Übersetzung, Kommentar.</i> München/Leipzig 2002, S. 45)</span>
</li>
<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text">Michael Stahl: <i>Solon F 3D. Die Geburtsstunde des demokratischen Gedankens.</i> In: <i>Gymnasium.</i> Band 99, 1992, S. 398.</span>
</li>
<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text">Karl-Wilhelm Welwei: <i>Athen. Von den Anfängen bis zum Hellenismus.</i> Bd. 1: <i>Athen. Vom neolithischen Siedlungsplatz zur archaischen Großpolis.</i> Bibliographisch aktualisierte einbändige Ausgabe, Darmstadt 2011 (Originalausgabe 1992), S. 150 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text">Thukydides 2,40; zitiert von Michael Stahl: <i>Solon F 3D. Die Geburtsstunde des demokratischen Gedankens.</i> In: <i>Gymnasium.</i> Band 99, 1992, S. 402.</span>
</li>
<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text">Aristoteles: <i>Der Staat der Athener. Übersetzt und erläutert von Mortimer Chambers.</i> Darmstadt 1990, S. 161 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-25"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-25">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Charlotte_Schubert" title="Charlotte Schubert">Charlotte Schubert</a>: <i>Solon.</i> UTB Profile, Tübingen/Basel 2012, S. 45.</span>
</li>
<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Josiah_Ober" title="Josiah Ober">Josiah Ober</a>: <i>Das antike Griechenland. Eine neue Geschichte.</i> Stuttgart 2016, S. 223.</span>
</li>
<li id="cite_note-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-27">↑</a></span> <span class="reference-text">Neuerdings bezweifelt wird die Existenz der Hektemorier von <a href="Mischa_Meier" title="Mischa Meier">Mischa Meier</a>: <i>Die athenischen Hektemoroi – eine Erfindung?</i> In: <i><a href="Historische_Zeitschrift" title="Historische Zeitschrift">Historische Zeitschrift</a>.</i> Band 294, 2012, S. 1–29.</span>
</li>
<li id="cite_note-28"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-28">↑</a></span> <span class="reference-text">Karl-Wilhelm Welwei: <i>Athen. Von den Anfängen bis zum Hellenismus.</i> Bd. 1: <i>Athen. Vom neolithischen Siedlungsplatz zur archaischen Großpolis.</i> Bibliographisch aktualisierte einbändige Ausgabe, Darmstadt 2011 (Originalausgabe 1992), S. 161 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-29"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-29">↑</a></span> <span class="reference-text">Solon, Fragment 5,5–6 (West); Christoph Mülke (Hrsg.): <i>Solons politische Elegien und Iamben (Fr. 1–13; 32–37 West). Einleitung, Text, Übersetzung, Kommentar.</i> München/Leipzig 2002, S. 49.</span>
</li>
<li id="cite_note-30"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-30">↑</a></span> <span class="reference-text">Karl-Wilhelm Welwei: <i>Athen. Von den Anfängen bis zum Hellenismus.</i> Bd. 1: <i>Athen. Vom neolithischen Siedlungsplatz zur archaischen Großpolis.</i> Bibliographisch aktualisierte einbändige Ausgabe, Darmstadt 2011 (Originalausgabe 1992), S. 163.</span>
</li>
<li id="cite_note-31"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-31">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Michael_Stahl_(Althistoriker)" title="Michael Stahl (Althistoriker)">Michael Stahl</a>: <i>Aristokraten und Tyrannen im archaischen Athen. Untersuchungen zur Überlieferung, zur Sozialstruktur und zur Entstehung des Staates.</i> Wiesbaden 1987, S. 194 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-32"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-32">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Aristoteles: Der Staat der Athener. Übersetzt und erläutert von Mortimer Chambers.</i> Darmstadt 1990, S. 167. Chambers geht ebenda auch auf die mit ähnlicher Funktion geschaffenen Kyrbeis ein.</span>
</li>
<li id="cite_note-33"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-33">↑</a></span> <span class="reference-text">Pavel Oliva: <i>Solon – Legende und Wirklichkeit.</i> Konstanz 1988, S. 61.</span>
</li>
<li id="cite_note-34"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-34">↑</a></span> <span class="reference-text">Karl-Wilhelm Welwei: <i>Athen. Von den Anfängen bis zum Hellenismus.</i> Bd. 1: <i>Athen. Vom neolithischen Siedlungsplatz zur archaischen Großpolis.</i> Bibliographisch aktualisierte einbändige Ausgabe, Darmstadt 2011 (Originalausgabe 1992), S. 166.</span>
</li>
<li id="cite_note-35"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-35">↑</a></span> <span class="reference-text">Karl-Wilhelm Welwei: <i>Athen. Von den Anfängen bis zum Hellenismus.</i> Bd. 1: <i>Athen. Vom neolithischen Siedlungsplatz zur archaischen Großpolis.</i> Bibliographisch aktualisierte einbändige Ausgabe, Darmstadt 2011 (Originalausgabe 1992), S. 176 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-36"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-36">↑</a></span> <span class="reference-text">Herodot, <i><a href="Historien_des_Herodot" title="Historien des Herodot">Historien</a></i> 1,29</span>
</li>
<li id="cite_note-37"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-37">↑</a></span> <span class="reference-text">John Lewis: <i>Solon the Thinker. Political Thought in Archaic Athens.</i> London 2006, S. 124.</span>
</li>
<li id="cite_note-38"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-38">↑</a></span> <span class="reference-text">Pavel Oliva: <i>Solon – Legende und Wirklichkeit.</i> Konstanz 1988, S. 56. Welwei weist darauf hin, dass es in den überlieferten solonischen Satzungen keine Anweisungen zur Erfassung des Jahreseinkommens athenischer Bürger gibt, und sieht dafür unter den damaligen Gegebenheiten auch keine Notwendigkeit. (<a href="Karl-Wilhelm_Welwei" title="Karl-Wilhelm Welwei">Karl-Wilhelm Welwei</a>: <i>Athen. Von den Anfängen bis zum Hellenismus.</i> Bd. 1: <i>Athen. Vom neolithischen Siedlungsplatz zur archaischen Großpolis.</i> Bibliographisch aktualisierte einbändige Ausgabe, Darmstadt 2011 (Originalausgabe 1992), S. 182–184.)</span>
</li>
<li id="cite_note-39"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-39">↑</a></span> <span class="reference-text">Stark bezweifelt wird die Existenz der Pentakosiomedimnoi als gesonderte Vermögensklasse zur Zeit Solons von <a href="Kurt_Raaflaub" title="Kurt Raaflaub">Kurt Raaflaub</a>, der ihre Einführung erst im Zuge der Etablierung der entwickelten attischen Demokratie um die Mitte des 5. Jahrhunderts v. Chr. ansetzt (<i>Athenian and Spartanian Eunomia, or: what to do with Solons Timocracy?</i> In: Josine Blok, André P.M.H. Lardinois (Hrsg.): <i>Solon of Athens. New Historical and Philological Approaches.</i> Leiden/Boston 2006, S. 408, 415–417.).</span>
</li>
<li id="cite_note-40"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-40">↑</a></span> <span class="reference-text">Aristoteles: <i>Der Staat der Athener. Übersetzt und erläutert von Mortimer Chambers.</i> Darmstadt 1990, S. 170.</span>
</li>
<li id="cite_note-41"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-41">↑</a></span> <span class="reference-text">Aristoteles: <i>Der Staat der Athener. Übersetzt und erläutert von Mortimer Chambers.</i> Darmstadt 1990, S. 178; Charlotte Schubert: <i>Solon.</i> UTB Profile, Tübingen/Basel 2012, S. 62 f.; Karl-Wilhelm Welwei: <i>Athen. Von den Anfängen bis zum Hellenismus.</i> Bd. 1: <i>Athen. Vom neolithischen Siedlungsplatz zur archaischen Großpolis.</i> Bibliographisch aktualisierte einbändige Ausgabe, Darmstadt 2011 (Originalausgabe 1992), S. 190–192; Pavel Oliva: <i>Solon – Legende und Wirklichkeit.</i> Konstanz 1988, S. 57 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-42"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-42">↑</a></span> <span class="reference-text">Phillip V. Stanley: <i>The economic reforms of Solon.</i> St. Katharinen 1999, S. 255.</span>
</li>
<li id="cite_note-43"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-43">↑</a></span> <span class="reference-text">Herodot, <i>Historien</i> 2,177</span>
</li>
<li id="cite_note-44"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-44">↑</a></span> <span class="reference-text">Charlotte Schubert: <i>Solon.</i> UTB Profile, Tübingen/Basel 2012, S. 26 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-45"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-45">↑</a></span> <span class="reference-text">Karl-Wilhelm Welwei: <i>Athen. Von den Anfängen bis zum Hellenismus.</i> Bd. 1: <i>Athen. Vom neolithischen Siedlungsplatz zur archaischen Großpolis.</i> Bibliographisch aktualisierte einbändige Ausgabe, Darmstadt 2011 (Originalausgabe 1992), S. 201.</span>
</li>
<li id="cite_note-46"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-46">↑</a></span> <span class="reference-text">Solon, Fragment 34,4–9 (West); Christoph Mülke (Hrsg.): <i>Solons politische Elegien und Iamben (Fr. 1–13; 32–37 West). Einleitung, Text, Übersetzung, Kommentar.</i> München/Leipzig 2002, S. 65.</span>
</li>
<li id="cite_note-47"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-47">↑</a></span> <span class="reference-text">Platon, <i><a href="Timaios" title="Timaios">Timaios</a></i> 20d; zitiert nach Charlotte Schubert: <i>Solon.</i> UTB Profile, Tübingen/Basel 2012, S. 73.</span>
</li>
<li id="cite_note-48"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-48">↑</a></span> <span class="reference-text">Solon, Fragment 33,1–4 (West); Christoph Mülke (Hrsg.): <i>Solons politische Elegien und Iamben (Fr. 1–13; 32–37 West). Einleitung, Text, Übersetzung, Kommentar.</i> München/Leipzig 2002, S. 339.</span>
</li>
<li id="cite_note-49"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-49">↑</a></span> <span class="reference-text">Solon, Fragment 33,5–7 (West); Christoph Mülke (Hrsg.): <i>Solons politische Elegien und Iamben (Fr. 1–13; 32–37 West). Einleitung, Text, Übersetzung, Kommentar.</i> München/Leipzig 2002, S. 63 und erläuternd ebenda S. 349.</span>
</li>
<li id="cite_note-50"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-50">↑</a></span> <span class="reference-text">Solon, Fragment 11,1–8 (West); Christoph Mülke (Hrsg.): <i>Solons politische Elegien und Iamben (Fr. 1–13; 32–37 West). Einleitung, Text, Übersetzung, Kommentar.</i> München/Leipzig 2002, S. 52–55.</span>
</li>
<li id="cite_note-51"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-51">↑</a></span> <span class="reference-text">Solon, Fragment 9,1–6 (West); Christoph Mülke (Hrsg.): <i>Solons politische Elegien und Iamben (Fr. 1–13; 32–37 West). Einleitung, Text, Übersetzung, Kommentar.</i> München/Leipzig 2002, S. 50–53.</span>
</li>
<li id="cite_note-52"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-52">↑</a></span> <span class="reference-text">Bei John Lewis heißt es: „<span lang="en">As a <i>sophos</i>, Solon’s ability to see the deeper implications of a situation, and thus to avoid long-term harm and attain long-term victory, is his primary claim to virtue over both the potential tyrant and the witting supporters. Solon demonstrates his wisdom by claiming to peer inside the would-be tyrant’s <i>noos</i>, the deeper, unseen cause of tyranny. His own purported interchange with a critic recreates the hidden, yet essential difference, between the lawgiver and the tyrant: the tyrant’s concern is for the power or loot of the moment, while the lawgiver’s focus is long range, which is reflected in the later tradition that he swore his fellows to live by the laws for years into the future</span>“ (John Lewis: <i>Solon the Thinker. Political Thought in Archaic Athens.</i> London 2006, S. 35).</span>
</li>
<li id="cite_note-53"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-53">↑</a></span> <span class="reference-text"><span lang="grc-Grek" class="Grek">εἰ δὲ γῆς ἐφεισάμην / πάτρίδος, τυραννίδος δὲ καὶ βίης ἀμειλίχου / οὐ καθηψάμην μιάνας καὶ καταισχύνας κλεός, / οὐδὲν αἰδέομαι· πλεόν γὰρ ὧδε νικήσειν δωκέω / πάντας ἀνθρώπους</span> (Solon, Fragment 32,1–5 (West); Christoph Mülke (Hrsg.): <i>Solons politische Elegien und Iamben (Fr. 1–13; 32–37 West). Einleitung, Text, Übersetzung, Kommentar.</i> München/Leipzig 2002, S. 62 f.).</span>
</li>
<li id="cite_note-54"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-54">↑</a></span> <span class="reference-text">Charlotte Schubert: <i>Solon.</i> UTB Profile, Tübingen/Basel 2012, S. 88.</span>
</li>
<li id="cite_note-55"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-55">↑</a></span> <span class="reference-text">Herodot, <i>Historien</i> 2,177,2; zitiert nach Charlotte Schubert: <i>Solon.</i> UTB Profile, Tübingen/Basel 2012, S. 44.</span>
</li>
<li id="cite_note-56"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-56">↑</a></span> <span class="reference-text">Platon, <i>Timaios</i> 20d–25e; Plutarch, <i>Solon</i> 26; Skepsis hinsichtlich des solonischen Anteils an der Verbreitung des Atlantis-Mythos lässt Oliva erkennen. Ihn überzeugt Platons alleiniger Hinweis nicht (Pavel Oliva: <i>Solon – Legende und Wirklichkeit.</i> Konstanz 1988, S. 83).</span>
</li>
<li id="cite_note-57"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-57">↑</a></span> <span class="reference-text">Plutarch, <i>Solon</i> 26,6; zitiert nach Charlotte Schubert: <i>Solon.</i> UTB Profile, Tübingen/Basel 2012, S. 89.</span>
</li>
<li id="cite_note-58"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-58">↑</a></span> <span class="reference-text">Plutarch, Solon 27,1; zitiert nach Pavel Oliva: <i>Solon – Legende und Wirklichkeit.</i> Konstanz 1988, S. 13.</span>
</li>
<li id="cite_note-59"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-59">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Aristoteles: Der Staat der Athener. Übersetzt und erläutert von Mortimer Chambers.</i> Darmstadt 1990, S. 191.</span>
</li>
<li id="cite_note-60"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-60">↑</a></span> <span class="reference-text">Herodot, <i>Historien</i> I, 30–32; Plutarch, <i>Solon</i> 27; Schubert kommentiert: „Solons Begegnung mit Kroisos und die bei diesem Treffen geführten Gespräche sind für Herodot ein Fokus, anhand dessen er seinen Lesern grundsätzliche Überlegungen zu Leben und Tod, Weisheit und Verblendung darlegt. Dass er diese ausgerechnet Solon in den Mund legt, kann nur aus der besonderen Bedeutung erklärt werden, die gerade Solon bereits im 5. Jh. zugeschrieben wurde – so treffen der Mächtigste und der Weiseste zusammen“ (Charlotte Schubert: <i>Solon.</i> UTB Profile, Tübingen/Basel 2012, S. 76).</span>
</li>
<li id="cite_note-61"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-61">↑</a></span> <span class="reference-text">Herodot, <i>Historien</i> 86 f.; Pavel Oliva: <i>Solon – Legende und Wirklichkeit.</i> Konstanz 1988, S. 11 f.; Charlotte Schubert: <i>Solon.</i> UTB Profile, Tübingen/Basel 2012, S. 76–78.</span>
</li>
<li id="cite_note-62"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-62">↑</a></span> <span class="reference-text">Plutarch, <i>Solon</i> 28</span>
</li>
<li id="cite_note-63"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-63">↑</a></span> <span class="reference-text">Plutarch, <i>Solon</i> 30 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-64"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-64">↑</a></span> <span class="reference-text">Plutarch, <i>Solon</i> 32</span>
</li>
<li id="cite_note-65"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-65">↑</a></span> <span class="reference-text">John Lewis: <i>Solon the Thinker. Political Thought in Archaic Athens.</i> London 2006, S. 1.</span>
</li>
<li id="cite_note-66"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-66">↑</a></span> <span class="reference-text"><span lang="grc-Grek" class="Grek">Σόλων ᾿Εξηκεστίδου Ἀθηναῖος ἔφη</span> <span class="Latn" lang="grc-Latn" style="font-weight:normal;font-style:italic">Solon, Sohn des Exekestides, aus Athen sagte</span></span>
</li>
<li id="cite_note-67"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-67">↑</a></span> <span class="reference-text">Diogenes Laertios 1,63</span>
</li>
<li id="cite_note-68"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-68">↑</a></span> <span class="reference-text">Übersetzung von <a href="Bruno_Snell" title="Bruno Snell">Bruno Snell</a></span>
</li>
<li id="cite_note-books-Jhr3xfKinDsC--69"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-books-Jhr3xfKinDsC-_69-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Samuel_Singer" title="Samuel Singer">Samuel Singer</a>: <i>Thesaurus proverbiorum medii aevi.</i> Band 11. Walter de Gruyter, Berlin u. a. 2001, ISBN 978-3-11-016951-5, S. 69 für altgriechisches Original (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=Jhr3xfKinDsC&pg=PA69#v=onepage">eingeschränkte Vorschau</a> in der Google-Buchsuche).</span>
</li>
<li id="cite_note-70"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-70">↑</a></span> <span class="reference-text"><span lang="grc-Grek" class="Grek">ἀφ᾽ ἧς ἀρχὴ δημοκρατίας ἐγένετο</span>. Zitiert nach: <i>Aristoteles: Der Staat der Athener. Übersetzt und erläutert von Mortimer Chambers.</i> Darmstadt 1990, S. 96.</span>
</li>
<li id="cite_note-71"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-71">↑</a></span> <span class="reference-text">Christian Meier: <i>Entstehung und Besonderheit der griechischen Demokratie.</i> In Konrad Kinzl (Hrsg.): <i>Demokratia. Der Weg zur Demokratie bei den Griechen.</i> Darmstadt 1995. S. 276.</span>
</li>
<li id="cite_note-72"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-72">↑</a></span> <span class="reference-text">Karl-Wilhelm Welwei: <i>Athen. Von den Anfängen bis zum Hellenismus.</i> Bd. 1: <i>Athen. Vom neolithischen Siedlungsplatz zur archaischen Großpolis.</i> Bibliographisch aktualisierte einbändige Ausgabe, Darmstadt 2011 (Originalausgabe 1992), S. 206.</span>
</li>
<li id="cite_note-73"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-73">↑</a></span> <span class="reference-text">Christian Meier: <i>Entstehung des Begriffs >Demokratie<. Vier Prolegomena zu einer historischen Theorie.</i> Frankfurt am Main 1970, S. 59.</span>
</li>
<li id="cite_note-74"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-74">↑</a></span> <span class="reference-text">Karl-Wilhelm Welwei: <i>Athen. Von den Anfängen bis zum Hellenismus.</i> Bd. 1: <i>Athen. Vom neolithischen Siedlungsplatz zur archaischen Großpolis.</i> Bibliographisch aktualisierte einbändige Ausgabe, Darmstadt 2011 (Originalausgabe 1992), S. 178.</span>
</li>
<li id="cite_note-75"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-75">↑</a></span> <span class="reference-text">Karl-Wilhelm Welwei: <i>Athen. Von den Anfängen bis zum Hellenismus.</i> Bd. 1: <i>Athen. Vom neolithischen Siedlungsplatz zur archaischen Großpolis.</i> Bibliographisch aktualisierte einbändige Ausgabe, Darmstadt 2011 (Originalausgabe 1992), S. 169 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-76"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-76">↑</a></span> <span class="reference-text">Pavel Oliva: <i>Solon – Legende und Wirklichkeit.</i> Konstanz 1988, S. 81.</span>
</li>
<li id="cite_note-77"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-77">↑</a></span> <span class="reference-text">Charlotte Schubert: <i>Solon.</i> UTB Profile, Tübingen/Basel 2012, S. 65 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-78"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-78">↑</a></span> <span class="reference-text">Hans-Joachim Gehrke: <i>The figure of Solon in the Athênaiôn Politeia.</i> In: Josine Blok, André P.M.H. Lardinois (Hrsg.): <i>Solon of Athens. New Historical and Philological Approaches.</i> Leiden/Boston 2006, S. 279.</span>
</li>
<li id="cite_note-79"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-79">↑</a></span> <span class="reference-text">Pavel Oliva: <i>Solon – Legende und Wirklichkeit.</i> Konstanz 1988, S. 82 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-80"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-80">↑</a></span> <span class="reference-text">Michael Stahl: <i>Solon F 3D. Die Geburtsstunde des demokratischen Gedankens.</i> In: <i>Gymnasium.</i> Band 99, 1992, S. 400 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-81"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-81">↑</a></span> <span class="reference-text">Kurt Raaflaub: <i>Einleitung und Bilanz.</i> In <a href="Konrad_Kinzl" title="Konrad Kinzl">Konrad Kinzl</a> (Hrsg.): <i>Demokratia. Der Weg zur Demokratie bei den Griechen.</i> Darmstadt 1995, S. 25–52.</span>
</li>
<li id="cite_note-82"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-82">↑</a></span> <span class="reference-text">„<span lang="en">In many respects Solon and his associates, who helped to formulate these reforms, did more than any other individuals to advance an determine the economic development of Athens over the next several centuries</span>“ (Phillip V. Stanley: <i>The economic reforms of Solon.</i> St. Katharinen 1999, S. 298 f.).</span>
</li>
<li id="cite_note-83"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-83">↑</a></span> <span class="reference-text">Michael Stahl: <i>Solon F 3D. Die Geburtsstunde des demokratischen Gedankens.</i> In: <i>Gymnasium.</i> Band 99, 1992, S. 406.</span>
</li>
<li id="cite_note-84"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-84">↑</a></span> <span class="reference-text">Michael Grant: <i>Klassiker der antiken Geschichtsschreibung.</i> München 1981, S. 32–64; speziell S. 52 und 61.</span>
</li>
<li id="cite_note-85"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-85">↑</a></span> <span class="reference-text">Problemdarstellung bei Chambers, S. 76 f. (<i>Aristoteles: Der Staat der Athener. Übersetzt und erläutert von Mortimer Chambers.</i> Darmstadt 1990.).</span>
</li>
<li id="cite_note-86"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-86">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Aristoteles: Der Staat der Athener. Übersetzt und erläutert von Mortimer Chambers.</i> Darmstadt 1990, S. 159.</span>
</li>
<li id="cite_note-87"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-87">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Aristoteles: Der Staat der Athener. Übersetzt und erläutert von Mortimer Chambers.</i> Darmstadt 1990, S. 175.</span>
</li>
<li id="cite_note-88"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-88">↑</a></span> <span class="reference-text">Hans-Joachim Gehrke: <i>The figure of Solon in the Athênaiôn Politeia.</i> In: Josine Blok, André P.M.H. Lardinois (Hrsg.): <i>Solon of Athens. New Historical and Philological Approaches.</i> Leiden/Boston 2006, S. 284–286.</span>
</li>
<li id="cite_note-89"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-89">↑</a></span> <span class="reference-text">Michael Grant: <i>Klassiker der antiken Geschichtsschreibung.</i> München 1981, S. 266–269.</span>
</li>
<li id="cite_note-90"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-90">↑</a></span> <span class="reference-text">Michael Grant: <i>Klassiker der antiken Geschichtsschreibung.</i> München 1981, S. 274.</span>
</li>
<li id="cite_note-91"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-91">↑</a></span> <span class="reference-text">Lukas de Blois: <i>Plutarch’s Solon: a tissue of commonplaces or a historical account?</i> In: Josine Blok, André P.M.H. Lardinois (Hrsg.): <i>Solon of Athens. New Historical and Philological Approaches.</i> Leiden/Boston 2006, S. 429 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-92"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-92">↑</a></span> <span class="reference-text">„<span lang="en">…he undoubtly used factual information that he found in his sources in a quite scrupulous way, as he always did</span>“ (Lukas de Blois: <i>Plutarch’s Solon: a tissue of commonplaces or a historical account?</i> In: Josine Blok, André P.M.H. Lardinois (Hrsg.): <i>Solon of Athens. New Historical and Philological Approaches.</i> Leiden/Boston 2006, S. 437).</span>
</li>
<li id="cite_note-93"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-93">↑</a></span> <span class="reference-text">Michael Stahl: <i>Aristokraten und Tyrannen im archaischen Athen. Untersuchungen zur Überlieferung, zur Sozialstruktur und zur Entstehung des Staates.</i> Wiesbaden 1987, S. 231.</span>
</li>
<li id="cite_note-94"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-94">↑</a></span> <span class="reference-text">Fabienne Blaise: <i>Poetics and politics: tradition re-worked in Solon’s ‚Eunomia’ (Poem 4).</i> In: Josine Blok, André P.M.H. Lardinois (Hrsg.): <i>Solon of Athens. New Historical and Philological Approaches.</i> Leiden/Boston 2006, S. 129.</span>
</li>
<li id="cite_note-95"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-95">↑</a></span> <span class="reference-text">André P.M.H. Lardinois: <i>Have we Solon’s verses?</i> In: Josine Blok, André P.M.H. Lardinois (Hrsg.): <i>Solon of Athens. New Historical and Philological Approaches.</i> Leiden/Boston 2006, S. 33.</span>
</li>
<li id="cite_note-96"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-96">↑</a></span> <span class="reference-text">Eva Stehle: <i>Solon’s self-reflexive political persona and its audience.</i> In: Josine Blok, André P.M.H. Lardinois (Hrsg.): <i>Solon of Athens. New Historical and Philological Approaches.</i> Leiden/Boston 2006, S. 110 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-97"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-97">↑</a></span> <span class="reference-text">Fabienne Blaise: <i>Poetics and politics: tradition re-worked in Solon’s ‚Eunomia’ (Poem 4).</i> In: Josine Blok, André P.M.H. Lardinois (Hrsg.): <i>Solon of Athens. New Historical and Philological Approaches.</i> Leiden/Boston 2006, S. 130 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-98"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-98">↑</a></span> <span class="reference-text">Eberhard Ruschenbusch: <i>ΣΟΛΩΝΟΣ ΝΟΜOI. Die Fragmente des solonischen Gesetzeswerks mit einer Text- und Überlieferungsgeschichte</i> (= <i>Historia Einzelschriften.</i> Bd. 9). Wiesbaden 1966.</span>
</li>
<li id="cite_note-99"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-99">↑</a></span> <span class="reference-text">Adele C. Scafuro: <i>Identifying Solonian laws.</i> In: Josine Blok, André P.M.H. Lardinois (Hrsg.): <i>Solon of Athens. New Historical and Philological Approaches.</i> Leiden/Boston 2006, S. 179.</span>
</li>
<li id="cite_note-100"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-100">↑</a></span> <span class="reference-text">P. J. Rhodes: <i>The reforms and laws of Solon: an optimistic view.</i> In: Josine Blok, André P.M.H. Lardinois (Hrsg.): <i>Solon of Athens. New Historical and Philological Approaches.</i> Leiden/Boston 2006, S. 257.</span>
</li>
<li id="cite_note-101"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-101">↑</a></span> <span class="reference-text">John Lewis: <i>Solon the Thinker. Political Thought in Archaic Athens.</i> London 2006, S. 23.</span>
</li>
<li id="cite_note-102"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-102">↑</a></span> <span class="reference-text">John Lewis: <i>Solon the Thinker. Political Thought in Archaic Athens.</i> London 2006, S. 31.</span>
</li>
<li id="cite_note-103"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-103">↑</a></span> <span class="reference-text">John Lewis: <i>Solon the Thinker. Political Thought in Archaic Athens.</i> London 2006, S. 39 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-104"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-104">↑</a></span> <span class="reference-text">John Lewis: <i>Solon the Thinker. Political Thought in Archaic Athens.</i> London 2006, S. 128–130.</span>
</li>
<li id="cite_note-105"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-105">↑</a></span> <span class="reference-text">Joseph Almeida: <i>Justice as an aspect of the polis idea in Solon’s political poems: a reading of fragments in light of the researches of new classical archaeology.</i> Leiden und Boston 2003, S. 239.</span>
</li>
</ol>
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